Rickmers Reederei: Nur die Holding insolvent

Die Rickmers Holding AG hat wie angekündigt beim Amtsgericht Hamburg einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt mit dem Ziel der Sanierung. Doch die Schiffe fahren regulär weiter.

Der Schiffabetrieb geht regulär weiter
Der operative Schiffsbetrieb von Rickmers geht weiter.

Der Vorstand bleibe im Amt und handlungsfähig, teilte das Unternehmen am Freitag Nachmittag mit. Die erforderliche juristische Expertise bringe der erfahrene Hamburger Restrukturierungsexperte, Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Christoph Morgen ein.

Morgan ist demnach Fachanwalt für Insolvenzrecht und Partner in der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner und wurde heute vom Aufsichtsrat der Rickmers Holding AG zum Vorstandsmitglied und Chief Insolvency Officer bestellt. Rechtsanwalt Dr. Jens-Sören Schröder von der Kanzlei Johlke Niethammer & Partner wurde vom Amtsgericht Hamburg zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Geschäfts- und Schiffsbetrieb läuft weiter

Der Insolvenzantrag bezieht sich der Mitteilung zufolge nur auf die Holdinggesellschaft, die Rickmers Holding AG. Hingegen seien die operativen Tochtergesellschaften – insbesondere die Rickmers Shipmanagement Hamburg und Singapur – nicht betroffen und arbeiten regulär. Der Geschäfts- und Schiffsbetrieb läuft den Angaben zufolge weiter.

Das Ziel des Vorstands ist es, gemeinsam mit den Gläubigern unter Nutzung der Instrumentarien des Insolvenzrechts eine neue Sanierungslösung zu erarbeiten, so die Mitteilung. Banken, Anleihegläubiger und Belegschaft würden in einem vorläufigen Gläubigerausschuss vertreten sein.

Der Insolvenzantrag war notwendig geworden, weil die HSH Nordbank die Zustimmung zu einem Restrukturierungskonzept überraschend verweigert hatte. (sl)

Foto: Shutterstock

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