Stimmung in der maritimen Wirtschaft hellt sich auf

Werften, Reedereien und Hafenbetriebe blicken zunehmend optimistisch in die nähere Zukunft. Das ergab die am Dienstag in Hamburg veröffentlichte Herbst-Umfrage der IHK Nord, das sind zwölf norddeutsche Industrie- und Handelskammern.

Vor allem den Werften geht es gut.
Schiffsrumpf im Dock: Vor allem den Werften geht es gut.

Danach geht es vor allem den deutschen High-Tech-Werften gut. Der Index für das Geschäftsklima in der Branche stieg gegenüber dem Frühjahr um 46 auf knapp 151 Punkte.

Die deutschen Werften profitieren vor allem vom Boom im Kreuzfahrtsektor. Die Kreuzfahrt-Reedereien könnten gar nicht so viele Schiffe bauen lassen, wie sie gern betreiben würden. Sorge bereite den Schiffbauern allerdings die Absicht Chinas, in diesem Segment Fuß zu fassen und nennenswerte Marktanteile zu erobern.

Leichter Rückgang bei Reedereien

Weniger günstig sieht es bei den Reedereien aus, deren Geschäftsklima sich seit dem Frühjahr nur wenig verändert hat. Der Index ging leicht zurück von 114 auf 112 Punkte. Nach neun Jahren Krise ist die deutsche Flotte um rund 1000 Schiffe geschrumpft. Nun hoffen die Schifffahrtsbetriebe, dass wieder ruhigere Gewässer vor ihnen liegen.

Die Hafenbetriebe dagegen spüren konjunkturellen Rückenwind und der Index klettert um 35 auf mehr als 126 Punkte. Der starke Wettbewerb und der Verlust von Marktanteilen gegenüber den Westhäfen Rotterdam und Antwerpen bleibe aber eine Herausforderung für die Wirtschaft an den deutschen Küsten, heißt es in der Mitteilung der IHK Nord. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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