„Stimmungsdaten könnten Rezessionsgespenst spuken lassen“

Nach den schwachen Stimmungsdaten dieser Woche – von den Einkaufsmanagerindizes bis zum Ifo- Geschäftsklima – rollen auch kommende Woche eine Menge Sentimentberichte für die Unternehmenswelt auf die Märkte zu. Ein Kommentar Robert Greil, Chefstrategie bei Merck Fink Privatbankiers.

Robert Greil, Chefstrategie bei Merck Fink Privatbankiers.

Neben den finalen Einkaufsmanagerindizes des Londoner Anbieters Markit gehören dazu die „ISM“-Berichte in den USA. „Entscheidend ist, dass jetzt nicht auch noch in den USA Anzeichen aufkommen, dass die schwache Industriestimmung auf den Dienstleistungssektor überschwappt“, meint Robert Greil.

„Wichtig, dass die US-Konjunktur Kurs hält“

Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Es ist extrem wichtig, dass gerade die bisher recht robuste US-Konjunktur Kurs hält, denn sonst wird das globale Rezessionsgespenst vermehrt spuken“.

Das Institute for Supply Management (ISM) wird seine Einkaufsmanagerumfrage für September am Dienstag für die Industrie und am Donnerstag für den Dienstleistungssektor publizieren. „Zusammen mit den Auftragseingängen und dem Arbeitsmarktbericht wird Ende der Woche klar sein, ob die US-Konjunktur weiterhin stabiler als anderswo läuft – ich gehe davon aus“, so Greil weiter.

Was diese Woche ansteht

Während Amerikas Auftragseingänge der Industrie am Donnerstag anstehen, folgt der Arbeitsmarktbericht für September am Freitag. In Deutschland kommt Letzterer zusammen mit den vorläufigen Inflationszahlen für September am Montag. Ansonsten stehen in Deutschland kommende Woche noch die Einzelhandelsumsätze für August an, die dann für den gesamten Euroraum zusammen mit den Produzentenpreisen am Donnerstag publiziert werden.

Und in Großbritannien sind am Montag das finale Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sowie ebenfalls die Einkaufsmanagerindizes die Highlights.

Augen auf China

Auch in Asien wird alles auf wichtige Sentimentberichte blicken: In China am Montag auf eine Serie von Einkaufsmanagerindizes für September und tags darauf in Japan auf den Tankan-Bericht für das dritte Quartal. In Tokio stehen zudem am Montag Produktions- und Einzelhandelszahlen sowie am Dienstag der Arbeitsmarktbericht – alle für August – an.

 

Foto: Merck Finck

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