5. September 2019, 09:00
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Warnschuss der US-Industriestimmung

Der US-Industrie bekommt der andauernde Handelsstreits zwischen China und den USA immer weniger. Ganz deutlich zeigt dies der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) für das verarbeitende Gewerbe im August: Nun ist er erstmals unter 50 gesunken. Ein Kommentar von Robert Greil, Chefstratege und Leiter Research, Merck Finck Privatbankiers.

Robert-Greil Chefstratege-Merck-Finck-Co-Kopie in Warnschuss der US-Industriestimmung

Robert Greil, Chefstratege und Leiter Research, Merck Finck Privatbankiers

Dabei gingen bei der ISM-Umfrage sowohl die wichtige Auftragskomponente als auch die Beschäftigungskomponente deutlich zurück. Bemerkenswert ist, dass die Talfahrt des Index von über 60 unter 50 binnen nur eines Jahres stattfand.

Damit reiht sich die US-Industrie mehr und mehr in den Reigen der international spürbar immer schwächeren Industrietrends ein. Keine guten Vorzeichen für den für Donnerstag terminierten ISM-Bericht für den Dienstleistungssektor.

US-Wachstumstrend wird zunehmend moderater

Dennoch dürfte dieser weiterhin deutlich über 50 bleiben und damit klar über dem des verarbeitenden Gewerbes. Insgesamt wird der bislang robustere US-Wachstumstrend zunehmend moderater – zumindest auf der Industrieseite.

Er hält jedoch an. Die für 18. September erwartete, zweite vorbeugende Zinssenkung der Fed ist jetzt noch wahrscheinlicher geworden. In diesem Umfeld bleiben US-Aktien ein Basisinvestment in unseren Portfolios.

Foto: Merck Finck & Co.

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