1. August 2019, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinsfantasie beflügelt

Im Mittelpunkt des Marktinteresses stand in der vergangenen Woche die Sitzung der Europäischen Zentralbank. Es wurde verkündet, dass das Zinsniveau vorerst konstant bleibt. Außerdem wurde für die nächste Sitzung im September angedeutet, dass mit weiteren Zinssenkungen und der Wiederaufnahme des QE-Programms gerechnet werden kann. Ein Kommentar von Michael Jensen, Head of Asset Management, Managing Direcot Moventum Asset Management S.A..

AMichael-Jensen Moventum-TEAM-UWE-NOELKE -Kopie in Zinsfantasie beflügelt

In der Eurozone veröffentlichte derweil die EU-Kommission den neuesten Wert des Indikators für das Verbrauchervertrauen, welcher sich um 0,6 Punkte auf -6,6 Punkte im Juli erhöhte. Konträr zu dieser positiven Entwicklung zeigte der Markit-Einkaufsmanagerindex einen Rückgang um 0,7 Punkte auf 51,5 Punkte im Juli.

Rückgang lag unter Konsenserwartungen

Besonders in Deutschland zeigte sich eine weitere Ausprägung der pessimistischen Geschäftserwartungen in Form des entsprechenden Index des Ifo-Instituts: Der starke Rückgang um 1,8 Punkte auf 95,7 lag deutlich unterhalb der Konsenserwartungen. In den USA gab es vorläufige Zahlen zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal:

2,1 Prozent (annualisiert) lautet hier die offizielle Schätzung, die damit einen Prozentpunkt unterhalb der Wachstumsrate des Vorquartals liegt, jedoch über der Markterwartung. Auftragseingänge zu langlebigen Gütern verzeichneten im Juni einen Anstieg um 2,0 Prozent (1,2 ex Transport).

Der Preis für Öl der Sorte Brent verteuerte sich gegenüber der Vorwoche um 2,46 Prozent auf 63,46 Dollar je Barrel. Der US-Dollar wertete gegenüber dem Euro auf und verteuerte sich um 0,86 Prozent, während der Yen weitestgehend unverändert blieb und lediglich 0,01 Prozent gegenüber dem Euro zulegte.

Aktien der Schwellenländer entwickeln sich deutlich schwächer

In diesem Marktumfeld konnten die globalen Aktienmärkte deutlich zulegen. Besonders positiv schnitten dabei US-amerikanische Titel, gefolgt von europäischen und japanischen Werten, ab.

Aktien aus den Schwellenländern blieben deutlich hinter der Entwicklung der Industriestaaten zurück und verzeichneten nur ein marginales Plus. Auf Sektorebene entwickelten sich in den USA die Bereich Kommunikationsdienstleistungen, Finanzen und IT am besten und die Sektoren Versorgung, Energie und Gesundheitswesen am schlechtesten.

In Europa zeigten Unternehmen aus den Bereichen Kommunikationsdienstleistungen, IT und Gesundheitswesen die besten Wertentwicklungen, während sich Titel aus den Feldern Finanzen, Rohstoffe und Verbrauchsgüter schwächer entwickelten. In den USA schnitten Growth-Werte besser als Value-Titel ab und Small Caps konnten Large Caps outperformen. In Europa war das Bild vergleichbar: Growth war besser als Value und Small Cap besser als Large Caps.

Staatsanleihen entwickeln sich positiv

Auf dem europäischen Rentenmarkt entwickelten sich Staatsanleihen positiv. Investment-Grade-Unternehmensanleihen zeigten eine bessere Wertentwicklung und auch Hochzinsanleihen konnten Staatsanleihen outperformen. Lokalwährungsanleihen aus den Schwellenländern mussten im Umfeld eines stärkeren US-Dollars hingegen Verluste verkraften.

 

Foto: Moventum

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...