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11. Juni 2012, 15:21
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Klumpe-Kolumne: Blogs und Kapitalanlagen – Fluch oder Segen?

Blogs gibt es heutzutage im Internet wie Sand am Meer. Immer mehr Weblogs beschäftigen sich mit Kapitalanlage – ein Fluch oder ein Segen? Autor und Rechtsanwalt Werner Klumpe mahnt zur Vorsicht.

Werner Klumpe, Kapitalanlage

Autor Werner Klumpe

Blogs sind aus dem heutigen Internetalltag nicht mehr hinwegzudenken. Sie bieten die Möglichkeit, sich recht schnell zu informieren und vor allem auch, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun.

In vielen Blogs geht es heutzutage auch um Finanzprodukte und Kapitalanlage. Querbeet finden sich im World Wide Web Informationen, Erfahrungsberichte oder eigene Einschätzungen und Werturteile.

Ganz nach dem Motto „Was im Internet veröffentlicht wird, muss richtig sein“, glauben viele Ratsuchende an das, was sie lesen. Es sind oft dieselben, die dem Vermittler zuvor genauso blind vertrauten, selbst wenn dieser „das Blaue vom Himmel“ versprochen hatte.

Wer sich im Internet kundig macht, sollte deshalb überlegen, von welcher „Qualität“ die Aussagen mancher selbsternannter Experten tatsächlich sind. Blogs dienen nicht selten der Meinungs- und Stimmungsmache.

Manche Beiträge dienen allein dem Zweck, Anlegern vorzumachen, dass sie mit ihrer Forderung nach Schadenersatz keine Chance hätten. Wieder anderen wird vorgemacht, alles sei „easy going“.

Neulich erschien in unserer Kanzlei ein Anleger, der vor gut zehn Jahren sein Unternehmen veräußert hatte. Ein Anlageberater stand schnell vor der Tür und vermittelte die unterschiedlichsten Fondsbeteiligungen verschiedenster Emittenten.

Jetzt stellte er fest, dass sich die Fonds höchst unterschiedlich und vor allem anders entwickelt hatten, als ihm bei Zeichnung vermittelt worden war. In diesem Moment noch voller Optimismus verwies er auf Negativbeiträge, die er über diesen Vermittler „in Blogs“ gefunden habe.

Der anfängliche Optimismus wich der Ernüchterung, als dem Anleger klar wurde, dass diverse Zusagen in diametralem Gegensatz zu Prospektaussagen standen. Der Berater war übrigens längst abgetaucht und weder über das Internet noch auf sonstige Weise auffindbar.

Bei Internetblogs zu Kapitalanlagen ist es nicht anders wie bei sonstigen Blogs. Dichtung und Wahrheit liegen oft nahe beisammen. So können sie gleichermaßen Fluch wie Segen sein. Finanzberater benötigen gewinnbringende Informationen oder zumindest gute Haftungsadressaten, die im Bedarfsfall auch greifbar sind.

Werner Klumpe ist Rechtsanwalt in der Kanzlei Klumpe, Schroeder + Partner GbR, Köln.

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2 Kommentare

  1. Im Internet muss man schon aufpassen, wenn ich nach ein bestimmtes Thema suche, schaue ich mir erst die Quelle an, kommt dieser Bericht von einer Fachperson oder von einer Privatperson, genau so schaue ich auf Wikipedia, da kann ich mir sicher sein, dass ddie Angaben richtig sind

    Kommentar von Anlagestrategien — 11. Juli 2012 @ 15:41

  2. Verstehe ich was falsch oder hatten die oben erwaehnten Blogger dann eben doch recht mit der Kritik?
    Ganz zu schweigen von der Takik, erst so spaet zu resgieren….

    Kommentar von Oliver Gassner — 20. Juni 2012 @ 08:42

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