BSI-Summit: Wo bleibt die breite Brust?

Allenfalls als verhalten optimistisch lässt sich die Stimmung auf dem BSI-Summit des Bundesverbands Sachwertanlagen und Investmentvermögen (BSI) in der vergangenen Woche beschreiben.

Die Löwer-Kolumne

BSI-Chef Eric Romba (Mitte) wies bei der Abschlussdiskussion auf dem Summit darauf hin, dass die Vertriebe Gefahr laufen, sich in einigen Jahren dafür rechtfertigen zu müssen, wenn sie 2015 keine Sachwertanlagen anbieten.

Ein Großteil der Gesprächspartner war noch im Lamentier-Modus gefangen. Über die ausufernde Bürokratie, die unendlich langen Abläufe bei der BaFin oder den zähen Vertriebsstart der ersten geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) zum Beispiel. Oder über das katastrophale Image der Branche nach den vielen Skandalen und dem Debakel der Schiffsfonds.

All das ist höchst hinderlich, keine Frage. Doch viele haben anscheinend noch gar nicht bemerkt, dass der Markt sich in den vergangenen Wochen grundlegend gedreht hat und die Branche allen Grund hat, zuversichtlich in die Zukunft zu sehen.

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Regulierung für über 80 Prozent des Marktes vollzogen

Schon seit etwa November letzten Jahres erreichen uns beinahe täglich Meldungen über die Zulassung einer weiteren Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) oder den Start eines neuen AIF. Mittlerweile gibt es fast 40 zugelassene oder registrierte KVGen aus dem Lager der ehemaligen Initiatoren geschlossener Fonds und über 30 geschlossene Publikums-AIF mit Vertriebszulassung durch die BaFin.

Wie weit die Branche schon ist, belegt auch ein Blick in die Cash.-Markterhebung für das Jahr 2012, also für das letzte volle Jahr vor der Regulierung. Insgesamt rund 82 Prozent des damals an das Magazin gemeldeten Platzierungsvolumens entfiel auf Initiatoren, die heute über eine KVG-Zulassung oder -Registrierung verfügen oder die sich einer Service-KVG angeschlossen haben.

Der wesentliche Teil des relevanten Marktes hat also den Schritt in die regulierte Welt erfolgreich vollzogen, ein Großteil davon in den vergangenen Wochen.

Seite zwei: Über 20 Quereinsteiger

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