Verkehrsexperten fordern Punkte für aggressives Fahren

Wer auf der Straße drängelt, droht oder sich anderweitig aggressiv verhält, soll nach dem Willen des Verkehrsgerichtstags (VGT) dafür künftig Punkte in Flensburg bekommen. Der Expertenkongress empfahl am Freitag in Goslar die Einführung eines eigenen „punktebewehrten Bußgeldtatbestands“ für „aggressives Fahren“.

Die Experten des VGT hatten sich mit der Thematik befasst, weil sich immer mehr Verkehrsteilnehmer durch aggressive Verhaltensweisen anderer beeinträchtigt fühlen.

Außerdem sollten die Fahrerlaubnis-Behörden das Recht zur Einsicht in das Bundeszentralregister bekommen. Die Experten können aber nur Empfehlungen abgeben – ob der Gesetzgeber dann auch so entscheidet, ist offen.

Auffällige Verkehrsteilnehmer sollten zudem Schulungskurse absolvieren, forderte der VGT. Und das Thema „Aggressivität im Straßenverkehr“ soll präventiv in den schulischen Lehrplänen ein höheres Gewicht bekommen.

Höhere Verkehrsdichte, zunehmender Stress

Die Experten des VGT hatten sich mit der Thematik befasst, weil sich immer mehr Verkehrsteilnehmer durch aggressive Verhaltensweisen anderer beeinträchtigt fühlen. In einer Umfrage hatten jüngst 90 Prozent der Befragten eine zunehmende Aggressivität auf den Straßen beklagt. Fachleute machen dafür unter anderem eine immer höhere Verkehrsdichte und den zunehmenden Stress der Verkehrsteilnehmer verantwortlich. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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