Baufi-Beratung in der Pandemie: Mensch und Technik gewünscht

Foto: Interhyp
Mirjam Mohr: „Viele unserer Kunden wünschen sich ein Einfamilienhaus. Allerdings sehen wir, dass die Menschen ihr Wohneigentum häufiger als früher nicht in einem Haus, sondern in einer Wohnung finden“

Niedrige Zinsen, Wunsch nach Sicherheit in der Corona-Krise – die Nachfrage nach Immobilien und Finanzierungen ist hoch. Dabei wachsen Interesse und Angebot an digitalen Services, der Mensch als Berater bleibt aber für die Mehrheit unverzichtbar. Das berichtet Interhyp und bezieht sich dabei auf eine repräsentative Umfrage von Statista im Auftrag von Interhyp unter 1.000 Bundesbürgern.

„Corona treibt die Digitalisierung in der Baufinanzierung voran, gleichzeitig bleibt der Wunsch nach Beratung und menschlicher Expertise groß“, sagt Mirjam Mohr, Interhyp-Vorständin für das Privatkundengeschäft. Laut der Umfrage ist für 80 Prozent der Deutschen eine Beratung in der Baufinanzierung ein Muss. 60 Prozent sehen technische Lösungen vor allem als eine Ergänzung zum persönlichen Kontakt.

Nur drei Prozent wollen es komplett digital

Nur drei Prozent vertrauen ausschließlich auf technische Lösungen und würden eine Baufinanzierung komplett online abschließen, weitere 16 Prozent könnten sich dies zumindest vorstellen. Persönliche Beratung bedeute dabei nicht notwendiger Face to Face – Videocall und Telefon mit digitaler Unterstützung haben in der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen, berichtet Interhyp.

Umfrage Baufinanzierung in Zeiten der Pandemie: Mehrheit bevorzugt Mensch und Technik / Umfrage von Statista im Auftrag von Interhyp im Spätsommer 2020. Grafik ist frei zur redaktionellen Verwendung unter Nennung der Quelle Interhyp. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/12620 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Die Befragten haben den ersten Lockdown sowie einige Monate der Pandemie erlebt. Dennoch unterscheidet sich der Wunsch nach Beratung nur wenig von einer gleichartigen Umfrage, die Interhyp im Dezember 2019, also kurz vor der Corona-Krise, durchgeführt hat. Damals antworteten 83 Prozent, dass sie eine Beratung durch einen Baufinanzierungsexperten für unverzichtbar halten, zwei Prozent vertrauten ausschließlich auf digitale Services und 15 Prozent konnten sich einen Online-Abschluss vorstellen.

Einschätzung eines Experten erwünscht

Für Interhyp-Vorständin Mirjam Mohr deckt sich dies mit den aktuellen Erfahrungen mit den Baufinanzierungskunden: „Der Immobilienkauf ist für viele Menschen die größte finanzielle Entscheidung im Leben. Sie wünschen sich dabei bei allen technischen Möglichkeiten doch in der Mehrzahl auch die Einschätzung einer Expertin oder eines Experten. Daran haben auch die Monate der Krise nichts Wesentliches geändert.“ Um den Menschen aber weiterhin positive Kundenerlebnisse zu bieten, habe ein enormer Digitalisierungsschub in der Branche stattgefunden.

Mohr weiter: „Wir waren bereits zuvor digital mit vielen Services gut aufgestellt, und haben diese ausgebaut und erweitert.“ So biete Interhyp mit Interhyp Home, einem persönlichen Bereich auf der Website, Kunden die Möglichkeit, ihre Finanzierung Schritt für Schritt online selbst zu gestalten und dabei mit Beraterin oder Berater in Kontakt zu treten. Im Januar 2020 nutzte jeder dritte Baufinanzierungskunde bei Interhyp diese Plattform, heute ist es fast die Hälfte.

Kunden werden technischen Tool gegenüber offener

Die Umfrage von Interhyp mit Statista zeigt auch, dass zumindest ein Teil der Menschen nach den Erfahrungen in der Pandemie technischen Lösungen positiver gegenübersteht. So erklären 16 Prozent der in der Corona-Krise Befragten, dass sie gegenüber technischen Lösungen oder Tools in der Baufinanzierung offener geworden sind – gegenüber 75 Prozent, die sagen, ihre Einstellung habe sich nicht geändert. Allerdings sehen 8 Prozent technische Lösungen auch kritischer.

Neue technische Lösungen haben auch in der direkten Beratung Einzug gefunden. Unter einer Beratung wird in der Corona-Krise nicht mehr nur das Gespräch von Angesicht zu Angesicht verstanden. Neben der Face to Face Beratung (78 Prozent) kam auch der Videocall (21 Prozent), das Telefon mit digitaler Unterstützung (29 Prozent) oder auch nur das Telefon in Frage (10 Prozent), wobei Mehrfachantworten möglich waren.

„Zum Zeitpunkt der Befragung, die vor dem zweiten Lockdown stattfand, war die Vor-Ort-Beratung noch möglich. Aktuell beraten wir nicht Face to Face, sondern telefonisch, mit digitaler Unterstützung oder per Video-Call“, sagt Mohr. Wenn dies nach dem Lockdown wieder möglich ist, werde Interhyp den Kunden wieder alle Wege einer persönlichen Beratung bieten, dabei digitale Services aber weiter nutzen und vorantreiben.

Online-Recherche für den ersten Überblick auf Platz 1

Wenn es darum geht, sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Baufinanzierung zu verschaffen, hat die digitale Welt laut Interhyp gegenüber der analogen Welt die Nase vorn – vor der Krise und in der Krise. Laut der Umfrage nach einigen Monaten der Pandemie nutzen 53 Prozent die Möglichkeit der Online-Recherche (vor Corona: 51 Prozent).

27 Prozent möchten dabei von einem vertrauenswürdigen Berater informiert werden, genauso viele wie vor der Corona-Krise. 14 Prozent setzen vor allem auf den Erfahrungsaustausch mit Familie, Freunden oder Bekannten setzen (vor der Krise: 17 Prozent).

Neben Interhyp Home bietet das Unternehmen einen Zins-Check, mit dem ein erster Anbietervergleich möglich ist, einen Baufinanzierungsrechner, der die Finanzierung bis zum Ende der Zinsbindung kalkuliert, und einen Kauf-Miet-Rechner, der eine erste Orientierung über die Leistbarkeit eines Kaufs aufzeigt. Mirjam Mohr: „Baufinanzierung soll ganz leicht sein. Deshalb ermöglichen wir unseren Kunden, quasi spielerisch sehr viel selbst zu machen, bieten aber gleichzeitig an allen Kontaktpunkten auch Hilfe und Unterstützung durch unsere Experten.“

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