Corestate setzt Strategiewechsel um

Foto des CEO von Corestate
René Parmantier, seit Dezember CEO von Corestate.

Der Immobilien Investment Manager Corestate Capital Group nimmt nach einem strukturierten Strategieprozess über die gesamte Gruppe hinweg einen Perspektivwechsel vor: Das Unternehmen versteht sich künftig als Manager dieser Wertschöpfungskette - vom Projekt bis zum Verkauf.

„Wir müssen jede Stufe verstehen und auf Top-Niveau managen können. Dazu werden wir gezielt Kräfte bündeln oder uns auch, wo es sinnvoll passt, verstärken,“ so René Parmantier, CEO von Corestate, laut einer Mitteilung des Unternehmens. Erste Schritte auf diesem Weg sei es unter der Führung Parmantiers bereits gegangen. „Wir haben in dem für unseren Erfolg zentralen Private-Debt-Segment mit dem Kauf von Aggregate Financial Services (AFS) genau zum richtigen Zeitpunkt einen wichtigen Pflock eingeschlagen. Mit der Kompetenz der AFS verstärken wir deutlich unseren wichtigen Dienstleistungszweig Debt-Advisory entlang des gesamten Lebenszyklus der Immobilie. Gleichzeitig sichern und erweitern wir das Bank-Geschäft der AFS und werden mit ihrer Hilfe unsere Stellung als Marktführer für Mezzanine-Finanzierungen im deutschsprachigen Raum ausbauen. Nicht zuletzt erschließen uns die zusätzlichen Lizenzen weitere Ertragsquellen; beispielhaft durch die Verbriefung und den Handel von Debt-Instrumenten“, so Parmantier.

Die Anpassung an die veränderte Marktsituation wird Corestate zufolge „ohne Zeitverzug angegangen“. Erst vor wenigen Tagen wurde der Vertrieb gebündelt und verstärkt. „Von diesem Schritt versprechen wir uns sehr viel. Wir wollen den Umbruch im Markt nutzen. Wir sehen das Potential für mehr und vor allem größere Transaktionen“, erläutert Parmantier. „Ich bin sehr zuversichtlich. Die Nachfrage, die wir sehen, zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.“

Die konsequente Fokussierung des Beteiligungsportfolios auf nachhaltige, zukunftsfähige Assetklassen ist demnach ein weiterer Eckpunkt der Strategie. Innenstädte werden sich verändern. Sie werden aber weiterhin ein Magnet bleiben. Diese Transformation möchte Corestate mitgestalten und nutzen. Der CEO weiter: „Wir werden modernes städtisches Leben für jede Lebensphase im Angebot haben. Dabei geben wir unter anderem Antworten darauf, wie Einzelhandel, Kitas, Ärztehäuser und Pflegeeinrichtungen innovativ integriert werden. So erhalten Investoren die Möglichkeit, in die großen gesellschaftlichen Trends zu investieren, die unsere gewohnte Wohn-, Lebens- und Arbeitswelt einschneidend beeinflussen werden.“

„Waren zu stark von anorganischem Wachstum abhängig“

Diese veränderten Rahmenbedingungen schaffen laut Corestate neue Opportunitäten für Investoren; nicht nur bei Stadtquartieren, Wohnimmobilien und Logistik, sondern auch bei flexibler werdenden Büroimmobilien oder erlebnisorientierten Einzelhandelsflächen. Die ESG-Expertise des Unternehmens soll künftig auch den Kunden – allen voran institutionellen Investoren – im Rahmen von Beratungsleistungen zur Verfügung stehen.

Parmantier, der seit Dezember das Unternehmen führt: „Ich habe die Zeit seit meinem Amtsantritt genutzt und die Weiterentwicklung der Strategie mit Hochdruck vorangetrieben. In der Vergangenheit waren wir zu stark von anorganischem Wachstum abhängig. Das muss und das wird sich ändern. Wir müssen hier aktiver werden, denn gerade Zeiten des Umbruchs und der Krise, wie wir sie momentan erleben, sind Zeiten, in denen Marktanteile neu verteilt werden. Hier wollen und werden wir zu den Gewinnern gehören. Deshalb haben wir die Komplexität massiv gesenkt und werden das Markenuniversum unter dem Dach von Corestate in den kommenden Monaten vereinfachen. Letztlich sind wir trotz aller Spezialisierung entlang der Wertschöpfungskette ein Unternehmen. Das soll künftig unser Handeln noch stärker prägen.“

Parmantier ergänzt: „Corestate hat mit seinem umfangreichen Produktportfolio und der breiten geographischen Aufstellung in Europa enormes Potenzial, das wir nun heben wollen, indem wir schlummernde Kräfte im bevorstehenden Aufschwung freisetzen wollen. Dabei werden wir uns auf die stark unternehmerische DNA des Unternehmens besinnen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir haben dafür das richtige Team an Bord. Ich für meinen Teil bin jedenfalls zu Corestate gegangen, um zu bleiben und das Unternehmen nachhaltig nach vorne zu bringen. 2021 wird deshalb in doppelter Hinsicht für Corestate ein Jahr des Aufbruchs!“

Foto: Corestate

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