Gut fürs Klima: Sanieren statt abreißen

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Eine alte Immobilie abreißen und komplett neu bauen? Erben und Neueigentümer sollten sorgfältig abwägen. Eine Modernisierung ist meist die günstigere und vor allem die umweltfreundlichere Alternative.

24,9 Millionen Wohngebäude wurden zwischen 1950 und 1969 errichtet und gehen nach und nach in die Hände neuer Bewohner über. Auf neue Eigentümer kommt die große Frage zu, wie sie Bungalow oder Siedlungshäuschen für ihre Bedürfnisse umwandeln können. Soll das alte Gebäude einem Neubau weichen?

Eigentümer sind gut beraten, genau zu kalkulieren. Dabei geht es nicht nur um Kosten, sondern auch um die CO2-Bilanz. Bei Abriss und Neubau ist der Energieeinsatz erheblich höher als bei einer Altbaumodernisierung. Denn die benötigten neuen Baustoffe herzustellen und zu transportieren entspricht bis zu 30 Jahren der Betriebsenergie der Immobilie.

Energetisches Update

„Bei der Bewertung der Energiebilanz geht es um den gesamten Lebenszyklus des Hauses“, erklärt Jan Ebert von der BHW Bausparkasse. „Wer einen Altbau erneuert, betreibt Recycling und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“

Um ein betagtes Einfamilienhaus auf Energieeffizienz zu trimmen, geben Hausbesitzer für die Wärmedämmung einer Fassade rund 90 bis 150 Euro je Quadratmeter aus. Oft sind auch Elektroinstallationen und alte Rohre zu ersetzen. Nach Angaben des Verbands Privater Bauherren (VPB) summieren sich die Nettokosten für eine komplette Sanierung auf 1.500 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Eigentümer sollten daher einen Energieexperten oder Bausachverständigen hinzuziehen.

„Die Fachleute sammeln Fakten für die Entscheidung und erstellen einen konkreten Sanierungs- und Förderfahrplan“, erklärt Ebert. Für die Finanzierung können Sanierer unter anderem auf Zuschüsse und zinsgünstige Kredite über die Programme 430 und 152 der KfW zugreifen.

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