MPC bringt offenen Immobilien-Spezialfonds mit Universal-Investment

Foto von Katja Müller von Universal-Investment
Katja Müller, Chief Customer Officer bei Universal-Investment

Die MPC Capital AG startet als Manager von Sachwert-Investitionen gemeinsam mit Universal-Investment als Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft den ESG Core Wohnimmobilien Deutschland. Das "First Closing" ist bereits erfolgt.

Der Fonds wird als offener Spezial-AIF (alternativer Investmentfonds) aufgelegt, teilen MPC und Universal-Investment in einer gemeinsamen Information mit. Dabei fokussiert sich MPC Capital auf das Asset Management und Universal-Investment unter anderem auf Administrierung, Risikomanagement und Reporting. Der Fonds soll ein Gesamtinvestitionsvolumen von 300 Millionen Euro umfassen und in Immobilienprojekte investieren, die einem Katalog an Nachhaltigkeitskriterien entsprechen.

Der Fonds folgt der ESG-Strategie von MPC Capital und damit der Ausrichtung ihrer Investmentprodukte an ökologischen, sozialen und governance-konformen Kriterien, so die Ankündigung. Der Immobiliensektor ist weltweit für rund ein Drittel aller CO2-Emissionen sowie rund 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Aus diesem Grund erwarte MPC Capital in den kommenden Jahren hohe Investitionen in nachhaltige Projekte.

Das First Closing für den Fonds über 80 Millionen Euro wurde mit institutionellen Investoren aus dem Kreise von Versicherungsgesellschaften erreicht. Das Second Closing ist im Laufe des ersten Halbjahres 2021 im institutionellen Zielanlegerkreis von Versicherungsgesellschaften, Versorgungswerken, Pensionskassen und Stiftungen geplant.

45 potenzielle Investitionsstandorte

Zentrales Investitionskriterium des Fonds ist der Aufbau eines nachhaltigen Wohnimmobilienportfolios. Mit Hilfe eines eigens für diesen Fonds entwickelten Scoring-Modells werden der Mitteilung zufolge Zielobjekte ermittelt, die einer Reihe von quantitativen und qualitativen Nachhaltigkeitskriterien entlang einschlägiger UN-Nachhaltigkeitsziele entsprechen.

So müssen die für einen Ankauf in Frage kommenden Standorte und Objekte speziellen Anforderungen genügen, die sich an energetischen, sozialen und unternehmensethischen Aspekten bemessen. Hierzu zählen zum Beispiel die Übererfüllung von Energiestandards, die Einbindung von Mobilitätskonzepten oder der Anteil an gefördertem und barriere-reduziertem Wohnraum. Das Portfolio wird aufgrund der hohen Anforderungen an die Energiestandards im Wesentlichen aus Neubauten bestehen. 

Es kommen dabei rund 45 Investitionsstandorte in Deutschland in Frage. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf so genannten Schwarmstädten, die von einem überdurchschnittlichen Zuzug von jungen und gut ausgebildeten Beschäftigten profitieren. Der Ankauf der ersten drei Projekte soll kurzfristig erfolgen. Sie befinden sich in den Metropolregionen Hamburg und Frankfurt sowie in Münster.

„Nerv der Zeit“

Dr. Ludwig Vogel, Managing Director Real Estate bei MPC Capital: „Einer deutlichen Zunahme von Haushalten bei gleichzeitig sinkenden Haushaltsgrößen steht aktuell eine signifikante Unterversorgung an Wohnungen gegenüber – vor allem in Deutschlands Zukunftsstädten. Gleichzeitig führen steigende Baukosten und Grundstückspreise sowie die hohe Auslastung der Bauunternehmen zu einem anhaltenden Nachfrageüberhang. Mit einem konsequent auf nachhaltiges, bezahlbares Wohnen ausgerichtetem Investment-Fonds treffen wir somit den Nerv der Zeit.“

„Mit MPC Capital haben wir einen weiteren bekannten Asset Manager als Fondsinitiator für unsere Leistungen als Service-KVG gewinnen können. Unser Geschäft entwickelt sich auch in diesem Segment sehr dynamisch. Dazu trägt die auch in der Immobilienbranche zunehmende Spezialisierung auf Asset Management oder Service-KVG bei“, erklärt Katja Müller, Chief Customer Officer der Universal-Investment-Gruppe.

Foto: Universal-Investment

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