MPC stockt Wohnimmobilien-Fonds auf

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Neubauwohnungen Symbolbild.

Der Asset- und Investment-Manager MPC Capital hat für den Fonds ESG Core Wohnimmobilien Deutschland neue institutionelle Investoren gewonnen. In einem Second Closing wurden weitere 66 Millionen Euro für den von der KVG Universal administrierten offenen Spezial-AIF eingeworben.

Damit erhöht sich die Eigenkapitalbasis des auf nachhaltige Wohnprojekte ausgerichteten alternativen Investmentfonds (AIF) Fonds auf über 140 Millionen Euro, teilt MPC Capital mit. Das Gesamtvolumen soll auf dieser Basis später circa 300 Millionen Euro umfassen und in Immobilienprojekte investiert werden, die einem Katalog an Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. MPC Capital hat den ESG Core Wohnimmobilien Deutschland im Dezember 2020 zusammen mit Universal-Investment als Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) aufgelegt.

Dr. Ludwig Vogel, Managing Director Real Estate bei MPC Capital: „Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist ungebrochen hoch und wird vor dem Hintergrund der Unterversorgung mit Wohnraum bei sinkender Haushaltsgröße weiterhin hoch sein. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Fokus auf besonders nachhaltige Immobilien in diesem Bereich einen guten Mehrwert für unsere Investoren bieten können.“

Artikel-8-Fonds

Zentrales Investitionskriterium des Fonds ist der Aufbau eines nachhaltigen Wohnimmobilienportfolios. So müssen die für einen Ankauf in Frage kommenden Standorte und Objekte speziellen Anforderungen genügen, die sich an energetischen, sozialen und unternehmens-ethischen Aspekten bemessen. Hierzu zählen zum Beispiel die Übererfüllung von Energiestandards, die Einbindung von Mobilitätskonzepten oder der Anteil an gefördertem und barriere-reduziertem Wohnraum. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Energiestandards kommen im Wesentlichen Neubauten in Frage.

Der ESG Core Wohnimmobilien Deutschland gehört den Angaben zufolge zu den ersten Finanzprodukten in der Asset Klasse Immobilien in Deutschland, der als Finanzprodukt nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung zugelassen ist. Die im März 2021 in Kraft getretene Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation – SFDR) soll im europäischen Markt für Finanzprodukte zu mehr Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen führen. Als sogenannte Artikel-8-Produkte werden solche Fonds zertifiziert, die unter anderem ökologische und soziale Merkmale sowie eine gute Unternehmensführung (ESG) berücksichtigen.

Aktuell ist der Fonds in drei Objekte in den Metropolregionen Hamburg und Frankfurt sowie in Münster investiert. Die Pipeline umfasst Objekte ab einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro, die sich entweder in Metropolregionen oder in Mittel- und Großstädten ab 100.000 Einwohnern mit positiver Bevölkerungsentwicklungsprognose befinden. Der Energiestandard muss mindestens KfW 55 erreichen.

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