„Wir gestalten Immobilienfinanzierungen smart und einfach“

Foto: Florian Sonntag
Baufi24-Vorstände Michael Lorenz (links) und Stephan Scharfenorth in der neugestalteten Firmenzentrale in Hamburgs Altstadt nahe des Chilehauses.

Die Baufi24 Baufinanzierung AG mit Hauptsitz in Hamburg wächst rasant und verfolgt mit ihrem Franchisesystem ein anderes Konzept als die Wettbewerber in der Immobilienfinanzierung. Cash. befragte die beiden Vorstände Stephan Scharfenorth und Michael Lorenz zu den Vorteilen dieses Modells, zur Suche nach neuen Franchisenehmern und zur Rolle der Digitalisierung im Baufinanzierungsgeschäft.

Unlängst wurde Baufi24 erneut zum Preis-Champion unter den deutschen Immobilienfinanzierern. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie?
Scharfenorth: Wir gestalten Immobilienfinanzierungen für unsere Kundeninnen und Kunden smart und einfach. Transparente Preise ohne versteckte Gebühren sind dabei für uns genauso wichtig wie eine gute und individuelle Beratung.

Wer uns noch nicht oder noch nicht gut kennt, erhält über diese Auszeichnung eine Orientierung über diesen Anspruch. Die Baufi24-Berater in den Geschäftsstellen vor Ort sind dabei darauf geschult, sowohl die günstigsten als auch die passendsten Angebote für die Kundinnen und Kunden auszuwählen. Entscheidend ist, dass der Kredit zu den Kundenwünschen passt.

Mit dem Franchisenehmersystem gehen Sie einen anderen Weg als andere Unternehmen in der Baufinanzierung. Wo liegen die Vorteile Ihres Modells?
Scharfenorth: Das Franchisesystem hat sich in anderen Branchen bereits als sehr erfolgreich erwiesen und auch wir (sowie die Franchisenehmer) sind bisher sehr zufrieden mit den Erfolgen. Unsere Franchisepartner sind Unternehmer im Unternehmen. Sie bringen den notwendigen Gründerspirit mit, um eine eigene Geschäftsstelle aufzubauen und haben Lust, gute Beratung zu leisten und Kunden ihren Wunsch zum Eigenheim zu erfüllen.

Dafür profitieren die Geschäftsstellenleiter von unserer Markenbekanntheit sowie der gesamten Infrastruktur für ihre Arbeit. So stellen wir die CRM-Software FinLink und eine mehrwöchige Grundlagenausbildung über unsere Inhouse-Academy. Schließlich begleiten wir unsere Partner beim Launch mit Marketingmaterial sowie PR-Maßnahmen und gegebenenfalls auch lokalen Kampagnen. Sie stehen nie allein da und erhalten stets kompetente Unterstützung von unseren Experten aus Hamburg, Mannheim, München und Berlin. Wir bieten in der Zusammenarbeit ein faires Preis-Leistungs-Modell und sorgen dafür, dass die Franchisenehmer regelmäßige Finanzierungsanfragen erhalten.

Unser Set-up zielt darauf ab, den Start für die Franchisenehmer so einfach wie möglich zu machen und Ihnen viel Zeit und Geld zu ersparen. So müssen sie nicht aufwändig Kunden akquirieren, keine neue Software anbinden und erhalten auch finanzielle Unterstützung für den Personalaufbau der Filiale. Sie können auf ein vorhandenes CI mit skalierbaren Werbemitteln zurückgreifen und sich damit auf eine individuelle Beratung konzentrieren.

Im Februar haben Sie die Eröffnung des 60. Standorts gemeldet. Welche Zielmarke haben Sie sich hinsichtlich der Geschäftsstellennetzes gesetzt?
Lorenz: Wir planen 100 Baufi24-Geschäftsstellen bis Ende 2021. Hierfür benötigen wir weiterhin Verstärkung, unter anderem suchen wir nach Geschäftsstellenleiterinnen und Geschäftsstellenleitern für prominente Standorte wie Düsseldorf, Berlin, Hamburg oder Leipzig. Zudem sind in nahezu allen Geschäftsstellen Positionen für Privatkundenberaterinnen und Privatkundenberater in Voll- oder Teilzeit zu besetzen. Die Möglichkeit zum Homeoffice sehen wir in Pandemie-Zeiten als eine Selbstverständlichkeit an.

Was muss ich als Franchisenehmer mitbringen, um in der Baufi24-Familie erfolgreich zu sein?
Lorenz: Zunächst einmal ein Gespür für Unternehmertum und die Leidenschaft, Kunden gut und umfassend zu beraten. Bei uns können sich Eigenheimkäufer ihren Traum erfüllen: das Eigenheim. Es sollte dem Baufi24-Berater also ein leichtes sein, Freude an einem derartigen Beruf zu haben.

Welche Klientel klopft bei Ihnen aktuell mehrheitlich an die Tür, um eine neue Karriere in der Baufinanzierung zu starten?
Lorenz: Das sind meist ehemalige Mitarbeiter von Banken und Bausparkassen. Es gibt immer weniger Filialbanken, Stellen in Banken werden entsprechend abgebaut. Bei uns können Franchisenehmer selbständig arbeiten und erhalten eine neue Perspektive. Die Vermittlungschancen als freier Franchisenehmer sind deutlich höher als die eines Bankangestellten: Während dieser nur ein bis zwei Angebote macht und damit deutlich mehr Absagen kassiert, bieten wir bankenunabhängige (und daher auch bessere) Angebote.

Neben den Geschäftsstellen bieten Sie die Baufinanzierung auch über das Internet an. Geht den Geschäftsstellen dadurch nicht Umsatz verloren?
Lorenz
: Beides sind wichtige, komplementäre Bereiche an: Die erste Anfrage (Google-Suche etc.) kommt meist über das Netz rein und dann ist eine schnelle und kompetente Beratung per Video oder vor Ort gefragt. Vertrauen beim „Once in a Lifetime Produkt“ Immobilienkredit erfordert stets auch eine persönliche Komponente. Den personalisierten Kontakt kombinieren wir in unserer CRM-Software mit digitalen Funktionen, die es dem Kundenberater erleichtern, sich auf die individuelle Kundenebene zu konzentrieren und die Verwaltung über das System zu managen.

Unsere Kollegen an den lokalen Standorten verantworten dort die Ansprache dieser Klientel und profitieren dabei von unserem CRM: Es verbindet auf intelligente Weise das Online-Kundenerlebnis mit der Offline-Ansprache. Wir setzen also weiterhin auf den Ausbau unseres Geschäftsstellennetzwerks mit derzeit 60 Standorten deutschlandweit und investieren viel in lokales Offline-Marketing.

Im Frühjahr 2020 fand die Übernahme von FinLink bzw. damals noch Loanlink statt. Wie läuft die Zusammenarbeit und welche Vorteile bietet die CRM-Software FinLink für Vermittler und Banken?
Scharfenorth
: FinLink ist mit seiner CRM-Software die digitale Schnittstelle für die Banken und gleichzeitig „Experience Hub“ für unsere Kundinnen und Kunden. Die Integration von FinLink in die Baufi24-Gruppe war und ist ein wichtiger Schritt für mehr Wachstum. Eine ausgeklügelte Technologie ist wichtig, um unserem Anspruch gerecht zu werden, Immobilienfinanzierung schnell und transparent zu machen und innerhalb kürzester Zeit eine Zusage für ihre Baufinanzierung zu geben.

Konkret bietet FinLink eine Plattform, auf der Konsument, Vermittler und Bank digital kollaborieren. Vermittler bewegen sich in einem gesicherten Bereich, in dem sie Dokumente hochladen, Finanzierungsangebote vergleichen und mit ihren Kunden chatten können. Der Vermittler muss nirgendwo anders mehr präsent sein. Gleichzeitig bleiben unsere Kunden transparent involviert in den Beratungsprozess. So können sie beispielsweise selbst Unterlagen ins System hochladen und unterschiedliche Finanzierungskonstellationen durchspielen.

Die Fragen stellte Frank Milewski, Cash.

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