HIH Invest steigert Assets under Management kräftig

Die drei Geschäftsführer von HIH Invest
Foto: HIH Invest
Geschäftsführer der HIH Invest (von links): Carsten Demmler, Alexander Eggert, Hans-Joachim Lehmann

Die HIH Invest Real Estate hat im Jahr 2021 das Volumen der Assets under Management (AuM) gegenüber 2020 um 28 Prozent auf rund 16,4 Milliarden Euro gesteigert. Der größte Teil entfällt auf Individualfonds. Der Einstieg in weitere Assetklassen ist geplant.

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft betreut die Assets in nunmehr 90 Fonds beziehungsweise Mandaten, teilt HIH Invest mit. Im Vorjahr waren es noch 78 gewesen. Über alle Fonds erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021 den Angaben zufolge eine Rendite von 5,9 Prozent. Dabei betrug der Loan to Value (LTV), also das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Objektwerten, rund 30 Prozent.

Das Transaktionsvolumen der HIH Invest von insgesamt 1,9 Milliarden Euro teilt sich auf in Ankäufe im Wert von 1,7 Milliarden Euro und Verkäufe für rund 0,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen gewann im letzten Jahr mehr als 40 neue Kunden hinzu und stellt damit Lösungen für nun 260 institutionelle Investoren bereit, so die Mitteilung.

Im Geschäftsjahr 2021 legte die HIH Invest demnach über alle Assetklassen hinweg acht neue Individualfonds auf. Diese wuchsen im Jahr 2021 um mehr als 2,5 Milliarden Euro. Immobilientransaktionen in Höhe von 0,7 Milliarden Euro, Einbringungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro und getätigte indirekte Immobilieninvestments von 0,8 Milliarden Euro trugen zum Wachstum bei. Etwa 70 Prozent der Assets managt die HIH Invest aktuell in Individualfonds.

„Büroflächen nach wie vor sehr gefragt“

Im Bürosegment hat HIH Invest im vergangenen Jahr deutschlandweit 110.000 Quadratmeter und im europäischen Ausland 43.000 Quadratmeter Fläche neu vermietet. Die Vermietungsquote ihres Büro-Portfolios liegt bei über 95 Prozent. „Entgegen der landläufigen Meinung, dass Büroimmobilien unter der Zunahme von mobilem Arbeiten leiden würden, zeigt sich der Markt sehr robust. Büroflächen sind nach wie vor sehr gefragt, insbesondere wenn sie flexible Lösungen der Arbeitsplatzgestaltung zulassen“, berichtet Hans-Joachim Lehmann, Geschäftsführer der HIH Invest.

Darum plane das Unternehmen, seine Aktivitäten in diesem Segment auch im laufenden Jahr auszubauen. Derzeit managt HIH Invest 148 Büroobjekte mit einem Verkehrswert von 7,14 Milliarden Euro; die BVI-Rendite der Bürofonds belief sich den Angaben zufolge im Jahr 2021 auf 7,1 Prozent.

Zwei neue Wohnfonds in 2021

Darüber hinaus legte HIH Invest 2021 zwei neue Wohnfonds auf. Der im Frühjahr gestartete Spezialfonds „Deutschland Wohnen Invest“ hat demnach bislang fünf Ankäufe mit einem Volumen von insgesamt 111 Millionen Euro realisiert. Im Sommer folgte der „Wohninvest Quartiere Deutschland“. Der Artikel-8-Spezial-AIF konzentriert sich auf großvolumige Neubau-Wohn-Quartiersentwicklungen in deutschen Städten mit positiver Bevölkerungsentwicklung und hat bereits Objekte für rund 160 Millionen Euro angekauft.

„Die Assetklasse Wohnen ist derzeit bei unseren Kunden besonders stark gefragt. Die HIH Invest hat für beide Fonds Eigenkapitalzusagen in Höhe von rund 400 Millionen Euro akquirieren können“, sagt Carsten Demmler, ebenfalls Geschäftsführer.

Einstieg in weitere Assetklassen

Seit dem Einstieg ins Logistik-Segment vor zwei Jahren ist HIH Invest der Mitteilung zufolge mittlerweile zu einem der Top-Logistik-Investoren in Deutschland aufgestiegen. Eine Studie von Bulwiengesa („Logistik und Immobilien 2021“) führt das Unternehmen demnach auf Platz 4. Demmler: „Die Nachfrage nach Logistik-Investments ist ungebrochen und es steht noch viel Kapital zur Verfügung. Die Systemrelevanz von Logistik und die Bedeutung von Lieferketten werden das Investitionsklima hochhalten.“

Trotz „anhaltender Renditekompression“ von Logistikimmobilien erwirtschaftete HIH Invest 2021 Renditen von etwa 4,5 Prozent.

Zum weiteren Ausbau des Angebotsportfolios steigt HIH Invest in diesem Jahr in das Segment Healthcare ein. „Gesundheitsimmobilien sind kaum kurzfristigen Markt- und Konjunkturschwankungen unterworfen und sind mit Blick auf den demografischen Wandel ein Wachstumssegment. Bereits heute besteht ein Nachfrageüberhang“, erläutert Alexander Eggert, dritter im Bunde der Geschäftsführer, die in der Mitteilung zitiert werden. Auch den erneuerbaren Energien wolle man sich in Zukunft widmen.

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