BSI-Summit: Wo bleiben die Publikumsfonds?

So hat die Cash.-Redaktion schon im März die Zahlen für den Gesamtmarkt erhoben und veröffentlicht. Demnach haben die 46 Unternehmen, die auf die Umfrage geantwortet haben, 2015 im Retailmarkt insgesamt gut 2,5 Milliarden Euro Eigenkapital für Sachwerte (inklusive Container-Direktinvestments) eingesammelt.

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Davon entfielen rund 1,3 Milliarden Euro auf Publikums-AIF und 200 Millionen Euro auf Beteiligungen nach dem Vermögensanlagengesetz. Die BSI-Zahl deckt also nur etwa 40 Prozent des AIF- und lediglich 20 Prozent des gesamten Sachwert-Publikumsgeschäfts ab.

Auch bei den Investitionen scheinen nach den BSI-Zahlen Publikums-AIF nur noch eine Nebenrolle zu spielen: Sie machten 2015 lediglich 7,9 Prozent der Investitionen der BSI-Mitglieder aus. Der Löwenanteil entfiel auf institutionelle Vehikel, die durch eine entsprechende Grafik auch optisch deutlich in der Übermacht waren.

Mitgliederzahl gesunken

Das hat zum einen damit zu tun, dass der BSI auch offene Spezialfonds und Luxemburger Vehikel einbezogen hat, die zusammen fast 60 Prozent der Investitionen ausmachten, aber nur von wenigen Mitgliedern aufgelegt werden und mit dem klassischen AIF-Markt in Deutschland allenfalls am Rande zu tun haben. Zum anderen ist die Zahl der BSI-Vollmitglieder, also der aktiven Anbieter im Verband, von 35 vor einem Jahr auf jetzt 25 gesunken.

Überwiegend sind zwar Unternehmen ausgeschieden, die das Neugeschäft (derzeit) ohnehin aufgegeben haben wie Gebab oder Salomon Invest. Aber auch Buss Capital und Publity haben den Verband verlassen und ein Schlag ins Kontor war vor allem, dass der US-Spezialist und Vorzeige-Initiator Jamestown zum Jahreswechsel aus dem BSI aus- und in den BVI eingetreten ist, also in den Verband der klassischen Investmentfonds (neudeutsch: OGAW). Und das, obwohl geschlossene AIF im BVI allenfalls ein Randthema sind – ein Alarmsignal für den BSI.

Seite drei: Dominanz der großen Anbieter

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