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24. Oktober 2016, 09:13
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Das Märchen von der schlechten Fonds-Performance

Die Statistik der Bundesbank belegt erstaunlich hohe Ausschüttungen geschlossener Fonds, auch aus der unregulierten Ära. Der Löwer-Kommentar

Stefan-Loewer in Das Märchen von der schlechten Fonds-Performance

“Die Branche muss spätestens jetzt aufhören, sich durch das ewige Gerede von ‘Altlasten’ selbst schlecht zu machen.”

Heute können wir es relativ kurz machen: Geschlossene Fonds sind deutlich besser als gedacht. Das ergibt sich aus der Statistik der Bundesbank, die seit März monatlich veröffentlicht wird und bis September 2015 zurückreicht.

Anfang Oktober wurden die Zahlen für August 2016 veröffentlicht. Die Statistik umfasst also erstmals einen Zeitraum von zwölf Monaten. Sie enthält auch die Position „Ertragsausschüttung“. Und diese ist erstaunlich hoch.

So summieren sich die monatlichen Werte auf 4,6 Prozent des ursprünglichen Eigenkapitals der mehr als 3.500 erfassten Fonds von 107 Milliarden Euro (Stand August). Die Immobilienfonds, die knapp die Hälfte des Volumens ausmachen, brachten es im Schnitt auf 4,3 Prozent. Die anderen Branchen werden von der Bundesbank nicht aufgeschlüsselt.

Insgesamt 4,76 Milliarden Euro

Im Schnitt 4,6 Prozent Ausschüttung im Jahr: Das ist zwar wahrscheinlich spürbar weniger, als in den meisten Fondsprospekten in Aussicht gestellt worden war. Aber es dürfte erheblich mehr sein, als viele vermutet haben werden, deren Wahrnehmung hauptsächlich durch die vielen Skandal- und Pleitemeldungen der vergangenen Jahre geprägt war.

Und das nicht nur prozentual: Insgesamt summierten sich die Ertragsausschüttungen der erfassten Fonds von September 2015 bis August 2016 auf nicht weniger als 4,76 Milliarden Euro.

Auch diese Zahl relativiert die Pauschalurteile über geschlossene Fonds deutlich, mit denen nach jeder Pleitemeldung viele Kritiker schnell zur Hand sind. So ist etwa bei dem S&K-Skandal, der die gesamte Branche auch durch die spektakulären Protz-Bilder in Misskredit gebracht und einen enormen Imageschaden verursacht hat, die Rede von einem Schaden um die 230 Millionen Euro.

Seite 2: Gewaltige Datenbasis

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