Zweitmarkt-Geschäft auch bei der Fondsbörse Deutschland stabil

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im September 17,25 Millionen Euro nominalen Handelsumsatz. Er blieb damit im Vergleich zum Vormonat (17,71 Millionen Euro) nahezu unverändert.

Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland

Dabei prägten große Paketverkäufe von institutionellen Händlern den Handelsmonat September, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt 410 Transaktionen wurden demnach zu einem Durchschnittskurs von 40,18 Prozent gehandelt. Dabei zeigten sich die Kurse der meisten Assetklassen stabil im Vergleich zum Vormonat.

Bei Schiffsfonds hingegen schlugen die großen Portfolioverkäufe mit einer deutlichen Verdopplung des gehandelten Nominalkapitals auf 5,8 Millionen Euro und einem Durchschnittskurs von nur rund 6,13 Prozent zu Buche. „Solche Verkäufe von ganzen Portfolios werden meist von institutionellen Händlern getätigt und sind in der Regel strategisch bedingt. Somit bildet auch der erzielte Durchschnittskurs kein repräsentatives Bild“, erläuterte Vorstand Alex Gadeberg die Entwicklung bei den Schiffsfonds im September.

Auf Immobilienfonds entfielen 47,43 Prozent des Handelsumsatzes. Die Fondsbörse verzeichnete in diesem Segment im September insgesamt 250 Transaktionen mit 8,18 Millionen Euro Nominalumsatz zu durchschnittlich 65,84 Prozent. Die sonstigen Assetklassen wie Flugzeug-, Lebensversicherungs- und Umweltfonds steigerten ihren nominalen Umsatzanteil mit insgesamt 3,27 Millionen Euro leicht auf 18,96 Prozent bei einem Durchschnittskurs von 36,36 Prozent.

Auch im September haben die Fondsbörse und ihre Tochtergesellschaft Deutsche Zweitmarkt AG der Mitteilung zufolge „gemischte“ Vermittlungen zwischen den beiden Plattformen vollzogen. Insgesamt 58 Transaktionen erzielten so 2,04 Millionen Euro Umsatz. In 48 Fällen stammen die Verkäufer von der Zweitmarkt AG und fanden schließlich über die Fondsbörse einen passenden Käufer. Die verbleibenden zehn Transaktionen kamen umgekehrt zustande, so die Mitteilung.

Die Deutsche Zweitmarkt AG hatte bereits gestern für das dritte Quartal 2016 ein stabiles Geschäft für den Gesamtmarkt und gestiegene eigene Umsätze gemeldet. Warum die beiden verbundenen Unternehmen keine gemeinsamen Erklärungen herausgeben, geht aus den Mitteilungen nicht hervor. (sl)

Foto: Fondsbörse Deutschland

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