29. August 2017, 10:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Reederei Hapag-Lloyd mit Auftrieb

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat im ersten Halbjahr von ihrem jüngsten Zukauf sowie höheren Transportmengen profitiert. Der operative Gewinn (Ebit) betrug 87,3 Millionen Euro, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

 in Reederei Hapag-Lloyd mit Auftrieb

Containerfrachter von Hapag-Lloyd: Die Reederei verdiente im Q2 wieder Geld.

Im Vorjahr hatte die Reederei hier noch einen Fehlbetrag von 39,7 Millionen Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieb Hapag-Lloyd zwar im ersten Halbjahr in der Verlustzone, konnte aber das Minus um fast 100 Millionen auf 46,1 Millionen Euro reduzieren.

Im zweiten Quartal schrieb das Unternehmen sogar wieder einen Gewinn. Die Schifffahrt steuert wegen Überkapazitäten seit rund neun Jahren durch eine Krise. Zuletzt hatten sich die Fracht- und Charterraten für Schiffe jedoch etwas stabilisiert. Die im SDax notierte Aktie verlor am Morgen kurz nach Handelsstart 0,43 Prozent und schlug sich damit etwas besser als der Index.

In den Halbjahresergebnissen enthalten sind eine Reihe von Sondereffekten im Zusammenhang mit der Übernahme der United Arab Shipping Company (UASC). Hapag-Lloyd schloss den Zukauf im Mai ab und schlug damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Reederei auf. Mit einer Flotte von rund 220 Schiffen, die 1,6 Millionen Standardcontainer (TEU) transportieren können, nimmt Hapag-Lloyd den fünften Platz unter den Containerreedereien auf der Welt ein.

“Containerschifffahrt bleibt anspruchsvoll”

“Der Markt für Containerschifffahrt bleibt anspruchsvoll, aber wir haben im ersten Halbjahr 2017 gute Fortschritte erzielt”, sagte Unternehmenschef Rolf Habben Jansen. Das Unternehmen sei deutlich profitabler und die Integration von UASC soll im dritten Quartal weitgehend abgeschlossen sein.

Damit könne Hapag-Lloyd sehr bald nach der Integration erste Synergien heben. Der Konzern will von 2019 an jährlich 435 Millionen US-Dollar einsparen, wobei ein großer Teil dieser Einsparungen bereits im kommenden Jahr realisiert werden soll.

Für das laufende Jahr peilt Hapag-Lloyd einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und Ebit über dem Niveau des Vorjahres an. Während das Unternehmen ein steigendes Transportvolumen erwartet, rechnet es mit einer durchschnittlichen Frachtrate auf Vorjahreshöhe. (dpa-AFX)

Foto: Hapag-Lloyd

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...