27. April 2018, 15:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Restliche deutsche P&R-Unternehmen pleite

Am Donnerstag haben nun auch die zwei weiteren deutschen Gesellschaften der P&R-Gruppe, die P&R Transport-Container GmbH und die P&R AG, beide mit Sitz in Grünwald, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Shutterstock 769666699 in Restliche deutsche P&R-Unternehmen pleite

Die Prospekte für die jüngsten P&R-Angebote waren von der BaFin gebilligt worden.

Zu vorläufigen Insolvenzverwaltern wurden Dr. Michael Jaffé für die P&R Transport-Container GmbH sowie Dr. Philip Heinke, ebenfalls von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte, für die P&R AG bestellt. Sie verwalten bereits die drei P&R-Unternehmen, die schon am 19. März Insolvenz angemeldet haben.

Die P&R Transport-Container GmbH verwaltet derzeit die Investitionen von rund 14.900 Anlegern, wobei 95 Prozent davon auch Verträge mit den bereits zuvor insolventen P&R-Gesellschaften haben, teilen die Insolvenzverwalter mit.

Das Geschäftsmodell der P&R Transport-Container sei im Unterschied zu diesen aber nach dem neuen Regulierungsstandard für Direktinvestments 2017 entstanden. Ihre Angebote zum Container-Direktinvestment, von denen das letzte am 7. März 2018 vom Unternehmen geschlossen wurde, unterlagen der Prospektpflicht – die Prospekte waren also von der Finanzaufsicht BaFin gebilligt worden – und seien konservativer angelegt gewesen.

“Keine positive Fortführungsprognose”

“Unabhängig davon konnte die P&R Transport-Container GmbH die sich aus der Schieflage der Gruppe ergebenden finanziellen und bilanziellen Folgen nicht mehr bewältigen. Trotz aller Bemühungen ließ sich keine positive Fortführungsprognose darstellen, so dass die Insolvenzantragstellung unvermeidlich war”, heißt es in der Mitteilung.

Dies sei auch der Grund für den Insolvenzantrag der P&R AG gewesen, die im Wesentlichen als Management- und Dienstleistungsgesellschaft (EDV, Marketing) für die deutschen Tochtergesellschaften am Standort Grünwald fungierte, für diese die komplette Geschäftsabwicklung übernahm und sich über eine Umlage bei den Töchtern finanzierte.

Außer der Erbringung dieser Dienstleistungen hat die Gesellschaft keine eigene Geschäftstätigkeit. Die P&R AG beschäftigt 25 Mitarbeiter. Für diese wurde bereits eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auf den Weg gebracht.

Seite 2: Vorhandene Vermögen sichern

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Getsafe beantragt eigene Versicherungslizenz

Der digitale Versicherungsanbieter Getsafe hat die Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Schaden- und Unfallversicherung beantragt. Mit der eigenen Lizenz will das Unternehmen neue Produkte und Innovationen für Kunden schneller vorantreiben.

mehr ...

Immobilien

Wie sich COVID-19 auf europäische Immobilien auswirkt

Da sich COVID-19 immer weiter ausbreitet und die Reaktion der Regierung sich daran orientiert, analysieren wir die jüngsten Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf den europäischen Immobilienmarkt. Ein Kommentar von Chris Urwin, Director of Research, Real Assets bei Aviva Investors.

mehr ...

Investmentfonds

Gold-ETFs profitieren von Coronakrise

Während COVID-19 die globalen Märkte erschüttert hat, erreichten die Bestände an goldbesicherten ETFs im Monat März einen neuen Höchststand.

mehr ...

Berater

BaFin pfeift fünf weitere Unternehmen zurück

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Unternehmen die jeweils unerlaubt betriebenen Geschäfte untersagt und weist in zwei weiteren Fällen darauf hin, dass eine erforderliche Erlaubnis der BaFin nicht vorliegt. Letztere beiden Unternehmen agieren anonym im Netz und geben weder Rechtsform noch Sitz an.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzverfahren durch Corona nicht beeinträchtigt

Die Vermietung und Verwertung der Container im Zuge der Insolvenzverfahren der deutschen P&R Containervertriebsgesellschaften sind nach Informationen des Insolvenzverwalters bislang durch die Corona-Krise nicht beeinträchtigt. Eine beachtliche Summe aus der Verwertung wurde bereits realisiert.

mehr ...

Recht

Corona-Bonus – was Arbeitgeber beachten müssen

Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Corona-Bonus bis zu 1.500 Euro zahlen. „Steuerfrei und sozialabgabenfrei ist der Bonus aber nur, wenn es sich um einen zusätzlichen Bonus handelt“, warnt Ecovis-Steuerberater Martin Fries in Aschaffenburg. Er erläutert, was Arbeitgeber beachten müssen, damit sie und ihre Mitarbeiter von der Steuerfreiheit profitieren.

mehr ...