Zweitmarkt: Kurseinbruch, aber keine Trendwende

Der durchschnittliche Handelskurs am Zweitmarkt ist im Februar von 88,0 Prozent im Vormonat auf 54,0 Prozent eingebrochen. Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG sieht darin jedoch keine Trendwende.

Alex Gadeberg (links) und Sven Marxsen sind Vorstände der Fondsbörse

Die Ursache für die „eher moderaten“ Handelskurse liege vor allem im Ausbleiben von Sondereffekten im Immobiliensegment, schreibt die Fondsbörse in ihrem monatlichen Marktbericht. Hier fehlten im Vergleich zum Vormonat die großen Vermittlungen zu weit überdurchschnittlichen Kursen.

So lag der Mittelwert bei Immobilienfonds bei 68,2 Prozent im Vergleich zum Vormonatsrekord von 103 Prozent. Eine Trendwende sei daraus allerdings noch nicht abzulesen. „Solange das Marktumfeld sich nicht wesentlich ändert, werden Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds weiterhin im nach oben gerichteten Langfrist-Trend verbleiben“, so der Bericht.

Nominalvolumen leicht gestiegen

Insgesamt sank die Anzahl der Vermittlungen von 491 im Vormonat auf 422 im Februar. Das nominale Volumen der gehandelten Beteiligungen stieg jedoch mit 17,78 Millionen Euro leicht gegenüber dem Vormonat an (17,33 Millionen).

Auf der Umsatzseite waren wie gewohnt Immobilien die stärkste Assetklasse mit einem Anteil am Handelsvolumen von 78,5 Prozent. Die unter Sonstige Beteiligungen zusammengefassten Assetklassen wie Private Equity-, Erneuerbare Energien- und Flugzeugfonds lagen mit einem absoluten Handelsanteil von 11,9 Prozent exakt auf dem Niveau vom Vormonat. Im Markt der Schiffsbeteiligungen kamen 60 Vermittlungen bei einem durchschnittlichen Handelskurs von 17,5 Prozent zustande und erzielten damit einen nominalen Umsatz von 3,19 Millionen Euro. (sl)

Foto: Fondsbörse

 

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