9. Februar 2018, 10:45
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Fonds-Zweitmarkthandel trotzt der MiFID II

Die Fondsbörse verzeichnet nach eigenen Angaben einen guten Jahresauftakt im Handel mit Sachwertinvestments. Die neuen Regeln der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II zeigen demnach wenig erkennbaren Einfluss auf den Zweitmarkthandel.

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Immobilienfonds machten erneut den weitaus größten Teil des Zweitmarktes aus (Symbolbild).

Zwar blieb das nominale Volumen der gehandelten Beteiligungen mit 17,33 Millionen Euro deutlich hinter dem Vorjahreszeitraum zurück (26,2 Millionen Euro). Die Zahl der Transaktionen wurde mit 491 aber gegenüber Januar 2017 (456 Vermittlungen) sogar leicht gesteigert, teilt die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG mit.

Als Finanzdienstleistungsinstitut mit Zulassung nach dem Kreditwesengesetz (KWG) muss sie seit 3. Januar 2018 die Vorschriften der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II beachten, die unter anderem durch eine Neufassung der Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) umgesetzt wurde und auch bei der Vermittlung von Anteilen an bestehenden geschlossenen Fonds eine Vielzahl organisatorischer Änderungen erfordert.

Immobilienfonds erstmals über 100 Prozent

Der durchschnittliche Handelskurs aller Transaktionen lag im Januar mit 87,96 Prozent auf außerordentlich hohem Niveau. Ursache dafür waren der Mitteilung zufolge einmal mehr Immobilienbeteiligungen, die ihren Aufwärtstrend fortsetzen und mit einem Durchschnittskurs von 103,18 Prozent im Januar erstmals die 100-Prozent-Schwelle durchbrachen.

Auch auf der Umsatzseite waren zum Jahresstart wie gewohnt Immobilien die stärkste Assetklasse. Mehr als 78 Prozent des Handelsumsatzes entfielen im Januar auf dieses Segment. Insgesamt kam es bei Immobilienbeteiligungen zu 377 Transaktionen, mit denen ein nominales Handelsvolumen von 13,6 Millionen erzielt wurde.

Keine Belebung bei Schiffsfonds

Die unter Sonstige Beteiligungen zusammengefassten Assetklassen wie Private Equity-, Erneuerbare Energien- und Flugzeugfonds lagen mit einem absoluten Handelsanteil von 11,9 Prozent im gewohnten Rahmen und erzielten bei einem durchschnittlichen Handelskurs von 39,34 Prozent ein vergleichsweise eher mäßiges Handelsvolumen von 2,06 Millionen Euro.

Im Markt der Schiffsfonds zeichnet sich weiterhin keine Belebung ab. Hier reichten 47 Vermittlungen bei einem durchschnittlichen Handelskurs von 23,93 Prozent zu einem Volumen von insgesamt 1,67 Millionen Euro. (sl)

Foto: Shutterstock

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