9. Juli 2019, 10:50
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Internationale Investoren rechnen mit geringeren Volumina bei Immobilieninvestments

Internationale professionelle Investoren rechnen damit, dass sich der Anteil der Immobilien an ihren Investments in den kommenden zwölf Monaten verringern wird. War dieser Anteil vor einem Jahr noch mit durchschnittlich 3,2 Prozent angegeben, so ging er nunmehr auf 2,5 Prozent zurück.

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Deutsche Investoren rechnen für die kommenden zwölf Monate sogar nur noch mit einem Immobilienanteil von 1,9 Prozent an den insgesamt von ihnen gemanagten Vermögenswerten. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Immobilien-Investorenbarometers von BrickVest für das zweite Quartal 2019, das auf einer Onlineumfrage unter rund 6.000 internationalen professionellen BrickVest-Immobilieninvestoren basiert.

Etwa jedes dritte Investment besteht in Immobilien

Mit Blick auf die von den Investoren bei ihren Immobilienanlagen bevorzugten Zielmärkte zeichnet sich derzeit vor allem eine wachsende Attraktivität des französischen Immobilienmarktes ab, der mittlerweile von 19 Prozent der Befragten – und damit von rund 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr – favorisiert wird. Weiter rückläufig ist dagegen das Interesse an britischen Immobilien. Sie stellen zwar mit 27 Prozent noch immer den beliebtesten Zielmarkt dar, allerdings dicht gefolgt von Deutschland mit 25 Prozent.

Ein Rückgang des Interesses war zudem am US-amerikanischen Immobilienmarkt zu verzeichnen, der nur noch von 18 Prozent der Investoren bevorzugt wird.
Deutsche Investoren zeigen weiterhin eine überproportional starke Präferenz für ihren Heimatmarkt, den derzeit 62 Prozent von ihnen bevorzugen, während es im zweiten Quartal 2018 nur 41 Prozent von ihnen gewesen waren.

Etwa jeder Zweite schätzt das Risiko gering ein

Parallel dazu hat das Interesse am US-Immobilienmarkt bei deutschen Investoren wesentlich stärker abgenommen als im internationalen Durchschnitt. Hatten vor einem Jahr noch 17 Prozent von ihnen die USA favorisiert, so lag dieser Anteil zuletzt nur noch bei fünf Prozent.

Die Risikoakzeptanz der Befragten ist mit einem Score-Wert von 48 insgesamt moderat, bei französischen und deutschen Investoren allerdings mit Werten von 56 beziehungsweise 55 deutlich höher ausgeprägt als bei Investoren aus anderen Herkunftsländern. Das spiegelt sich unter anderem darin wider, dass 28 Prozent der deutschen Investoren sich primär für High-Risk-Strategien interessieren, während dies insgesamt nur 22 der Befragten angaben.

Wachstum des Kapitals bleibt wichtigstes Investmentziel

Bei den von den Befragten genannten Investmentzielen dominiert insgesamt weiterhin das Wachstum des Kapitals (47 Prozent), gefolgt von der Erzielung von Erträgen (37 Prozent), während für neun Prozent der Befragten das Thema Liquidität im Vordergrund steht. Unter den deutschen Investoren fokussieren sich jedoch mit 62 Prozent deutlich mehr auf Kapitalwachstum, während 32 Prozent hier das Erzielen von Erträgen nannten und das Thema Liquidität überhaupt nicht genannt wurde.

Keinen Unterschied gibt es derzeit beim Interesse an Primär- beziehungsweise Sekundärstandorten. Sowohl insgesamt als auch bei separater Analyse der Antworten deutscher Investoren bevorzugen 61 Prozent der Investoren Primärstandorte, wogegen sich 39 Prozent in erster Linie für Sekundärstandorte interessieren.

Thomas Schneider, Mitgründer und CIO von BrickVest, kommentiert: „In dem zuletzt abnehmenden Interesse an US-Immobilien dürften sich vor allem die Besorgnisse der Investoren wegen des protektionistischen Kurses der gegenwärtigen US-Regierung und der daraus resultierenden Handelskonflikte – insbesondere mit asiatischen Ländern und Europa – widerspiegeln. Dies verstärkt offenbar die bereits seit einigen Monaten zu beobachtende starke Orientierung deutscher Investoren auf Engagements im Inland.”

Handelskonflikt kann sofort Einfluss nehmen 

Diese Entwicklung erfordere allerdings weiterhin die Inkaufnahme höherer Risiken, da die Immobilienpreise in Deutschland in den vergangenen Jahren bereits relativ stark gestiegen seien und nach wie vor ein intensiver Käuferwettbewerb um vergleichsweise wenige verfügbare Objekte bestünden, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung weiter.

“Sollte sich in den Handelskonflikten mit den USA eine nachhaltige Entspannung abzeichnen, ist damit zu rechnen, dass sich die Investorenpräferenzen wieder deutlich verändern werden.“, sagt Thomas Schneider abschließend.

 

Foto: Shutterstock

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