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14. März 2005, 00:00
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Fitch entwickelt neue Ratingsystematik

Die internationale Rating-Agentur Fitch hat mit dem so genannten quantitativen Finanzstärke-Rating (Q-IFS) eine neue Bewertungssystematik für die Finanzstärke von Versicherungsgesellschaften entwickelt und zeitgleich ein Rating von 166 deutschen, französischen und britischen Versicherungsunternehmen veröffentlicht.

Für Deutschland umfasst die Bewertung 45 Lebensversicherungsgesellschaften, 27 Krankenversicherer sowie 64 Schaden- und Unfallversicherer. Von diesen 136 Gesellschaften wurden die Arag Krankenversicherung, die Arag Lebensversicherung, German Assistance Versicherung, Inter Leben, MLP Versicherung, Ontos Versicherung, Rheinland Versicherung sowie die Universa Leben mit ?Bq? als die Schwächsten in der gesamten Untersuchung eingestuft. Das Benotungssystem von Fitch-Ratings reicht von ?AAA? (außergewöhnlich stark) bis hin zu ?D? (Zahlungsverzug).

Das so genannte Q-Rating soll nach Angaben von Fitch den bisher gängigen Stress-Test ablösen. Während der Stress-Test lediglich grobe Kennzahlen zur Kapitalausstattung liefere, fließen laut Fitch in das Q-Rating die Kriterien Kapitalisierung, Profitabilität, Liquidität sowie das operative Profil mit ein. Dabei werden die Kapitalisierung und die Profitabilität mit je 25 Prozent gewichtet, das operative Profil mit 30 Prozent und die Liquidität mit 20 Prozent. Nach Aussage der Rating-Agentur soll das neue Finanzstärke-Rating ein deutlich genauerer Indikator für die Kapitalkraft der Assekuranzen sein und ein umfassenderes Bild von den Gesellschaften schaffen.

Die Veröffentlichung des neuen Verfahrens war bereits für das vergangene Jahr avisiert und hatte im Dezember in der Versicherungsbranche für reichlich Unruhe gesorgt. Da Ratings von den Gesellschaften als Marketing- und Vertriebsargument eingesetzt werden, fürchtete die Branche, dass sich weniger gute Bewertungen negativ auf den Verkauf auswirken. Nach massiver Kritik seitens des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) insbesondere wegen angeblicher Intransparenz verschob Fitch daraufhin das Rating, veröffentlichte Einzelheiten seiner Methode und gab den Gesellschaften Gelegenheit, über die veröffentlichten Daten hinaus Angaben zu machen.

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