18. Oktober 2005, 00:00
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Standard Life plant den Börsengang

Der britische Lebensversicherer Standard Life strebt an die Börse. Dazu wird der in Edinburgh ansässige Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Mai oder Juni 2006 eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen und die stimmberechtigten Mitglieder um Zustimmung zur Umwandlung mit anschließendem Börsengang bitten. Branchen-Schätzungen zufolge soll das IPO ein Volumen zwischen vier und sechs Milliarden Pfund (5,9 bis 8,8 Milliarden Euro) haben. Die neue Holdinggesellschaft, die Standard Life plc. soll den Geschäftsbetrieb der Standard Life Gruppe übernehmen und an der Londoner Börse notiert sein.

Bereits beschlossen hat der Vorstand, den stimmberechtigten Mitgliedern den Wechsel vom Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in eine Aktiengesellschaft zu empfehlen, teilt Standard Life mit. Um den Börsengang letztlich durchführen zu können, müssen mindestens 75 Prozent der Mitglieder dem Vorhaben zustimmen. Bis Ende Oktober wird die Gesellschaft sämtliche Kunden anschreiben. Für die Aufgabe ihrer Mitgliedsrechte sollen die Kunden als Entschädigung Aktien zu Sonderkonditionen erhalten. Neue Mitglieder würden nicht mehr aufgenommen, teilte Standard Life mit. ?Versicherungsverträge, die nach dem 18. Oktober 2005 eingingen, begründen keine Mitgliedschaftsrechte mehr.?

Standard Life ist der größte europäische Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und gehört zu den fünf größten Versicherungsgesellschaften in Großbritannien. Das Unternehmen hatte insbesondere im vergangenen Jahr unter der Krise an den Aktienmärkte gelitten. Anfang 2004 hatte der britische Lebensversicherer seinen Konzernchef Ian Lumdsen durch Sandy Crombie, den langjährigen Chef der hauseigenen Investmentgesellschaft, ersetzt. Zudem platzierte die Versicherungsgesellschaft an den Finanzmärkten eine nachrangige Anleihe über rund 750 Millionen Pfund (1,096 Milliarden Euro) und verkaufte Anteile am britischen Immobilienunternehmen Hemmerson für rund 350 Millionen Pfund (511 Millionen Euro). Die Schritte folgten Verhandlungen mit der britischen Finanzaufsicht FSA.

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