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11. Oktober 2005, 00:00
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Württembergische kauft Karlsruher

Der Stuttgarter Versicherungs- und Finanzdienstleistungs-konzern Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) verstärkt seine Basis im Segment der privaten Vorsorge. Dazu wird die Württembergische Lebensversicherung AG von der Münchener-Rück-Gruppe die Karlsruher Lebensversicherung AG erwerben. Der Kauf bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und des Kartellamtes. Über den Kaufpreis machten beiden Seiten keine Angaben.

Die Transaktion soll sich in drei Schritten vollziehen: Zunächst wird die Württembergische Lebensversicherung die 90,08 Prozent der Anteil der Karlsruher Lebensversicherung von der Münchener-Rück-Gruppe erwerben. Anschließend verkauft die Württembergische Lebensversicherung AG die zur Karlsruher Lebensversicherung gehörende Karlsruher Versicherung AG an die Württembergische Versicherung AG. In einem dritten Schritt sollen schließlich die beiden Lebensversicherer und die beiden Sachversicherer miteinander verschmolzen werden. Der Name Karlsruher Lebensversicherung soll auf die Karlsruher Hinterbliebenenkasse und der Name Karlsruher Versicherung auf die bisherige Karlsruher Beamtenversicherung übertragen werden.

Der Versicherungsstandort Karlsruhe bleibt nach Aussagen der W & W erhalten. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll bis Ende 2007 verzichtet werden. Durch den Deal verdoppelt sich das Beitragsvolumen der W & W Leben auf rund 2,3 Milliarden Euro. In der Rangliste der größten deutschen Lebensversicherer rückt die Gesellschaft von Platz 16 auf acht vor. Im Bereich Schaden- und Unfallversicherungen verbessert sich das Unternehmen von Rang zwölf auf Platz acht. Die Kundenzahl erhöht sich durch den Zukauf um 1,4 Millionen auf rund sieben Millionen.

?Ein Zusammengehen der Lebens- und Sachversicherer aus Stuttgart und Karlsruhe verschafft dem W&W-Konzern ein Wachstumsschub und ein deutliches Synergiepotenzial?, kommentiert Dr. Gerd Haller, Vorstandsvorsitzender der W&W-AG, den Kauf. Der Vertriebswegemix ergänze sich ideal. Beide Versicherungsmarken sollen weitergeführt werden. Während die Württembergische bei der Ausschließlichkeit deutlich stärker sei, bringe die Karlsruher größere Vertriebskraft im Banken- und Maklerkanal.

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