Anzeige
19. Mai 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflegeversicherung kaum beachtet

Zwei Drittel der Deutschen glauben, dass die anfallenden Ausgaben für Pflegeleistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung (GPV) in Zukunft unzureichend sind und nicht oder nur geringem Maße von der GPV getragen werden. Aus diesem Grund halten 40 Prozent der Bürger eine private Zusatzabsicherung für notwendig. Gleichwohl hatten 2005 nur 870.000 Deutsche eine derartige Police. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Studie ?Kundenkompass Pflege? des F.A.Z.-Institutes und des Wiesbadeners Finanzdienstleisters Delta Lloyd.

Weitere Resultate: Bei der Versorgung Pflegebedürftiger spielt die Familie eine vorrangige Rolle. 73 Prozent wollen im Ernstfall von Angehörigen betreut werden. Immerhin 70 Prozent der Befragten sind auch bereit, die Pflege der nächsten Verwandten zu übernehmen, 36 Prozent sagten, dass sie Pflegebedürftige auch bei sich zu Hause aufnehmen würden.

Zudem erwartet die Studie, dass ? trotz Bereitschaft zur Pflege ? Angehörige als Pflegepersonal immer häufiger ausfallen dürften. Wachsende Mobilität im Beruf, zunehmende Berufstätigkeit von Frauen sowie sinkende Geburtenraten dürften dazu führen, dass immer häufiger bereits Pflegefälle der Stufe eins in Alten- oder Pflegeheimen aufgenommen werden müssen. Innerhalb der vergangenen sieben Jahre ist die Nachfrage nach stationärer Pflege um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Nach Einschätzung des Kundenkompasses dürfte sich der Trend in den kommenden 25 Jahren verstärken. Bis 2030 wird die Zahl Pflegebedürftiger von derzeit zwei Millionen auf drei Millionen steigen. Somit dürfte das finanzielle Defizit der gesetzlichen Pflegeversicherung von aktuell 360 Millionen Euro weiter zunimmt. Im Ergebnis wird der Staat ? wie so häufig in der Vergangenheit ? die Leistungen der GPV kürzen. Die Konsequenz: Letztlich müssten die Bürger für die Kosten aufkommen, durch private Vorsorge.

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...