Anzeige
Anzeige
2. Juli 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

PKV wird in die Pflicht genommen

Seit 1. Juli ist die private Krankenversicherung (PKV) verpflichtet, Nichtversicherte, die ihren privaten Krankenversicherungsschutz verloren haben und die der PKV zuzuordnen sind, in ihren Standardtarif aufzunehmen.
Dies sieht das so genannte GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz der Bundesregierung vor, das Kernpunkt der Gesundheitsreform ist.

Der Leistungsumfang des Standardtarifs ähnelt dem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). So dürfen die privaten Versicherer niemanden, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, in diesem Tarif ablehnen. Darüber hinaus ist es nicht erlaubt, aufgrund von Vorerkrankungen Risikozuschläge zu erheben oder Leistungsausschlüsse zu vereinbaren. Gesundheitsfragen werden dennoch gestellt, allerdings nur, um den ab 2009 geplanten Risikostruktur-Ausgleich zwischen den privaten Krankenversicherern zu organisieren. Die Beitragshöhe ist anhängig vom Alter und Geschlecht des Versicherten, nicht aber von seinem Gesundheitszustand und darf zudem den durchschnittlichen Höchstbeitrag in der GKV nicht überschreiten. Im Jahr 2007 sind dies 500 Euro. Sind Versicherte gemäß den Regelungen des Sozialgesetzbuches hilfebedürftig beziehungsweise würde diese infolge der Zahlung des Beitrages entstehen, halbiert sich die monatliche Prämie. Wer diesen ermäßigten Beitrag nicht zahlen kann, erhält Zuschüsse vom Staat.

Seit dem 1. April ist auch die GKV verpflichtet, ehemalige PKV-Versicherte, Selbstständige und Beamte wieder aufzunehmen, sofern sie der GKV zuzuordnen sind.

Laut Angaben der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” scheint das Interesse an der Aufnahme sowohl in die GKV und PKV bislang verhalten zu sein. So haben sich seit April erst 15.000 ehemals Nichtversicherte bei den Krankenkassen angemeldet, bei den privaten habe es lediglich 2.200 Anfragen gegeben.

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...