Zukünftiges zur bAV

Neun von zehn europäischen Experten in Sachen betriebliche Altersversorgung (bAV) rechnen künftig mit einer steigenden Nachfrage nach beitragsorientierten Vorsorgemodellen. Das besagt eine Umfrage, die der Assetmanager Allianz Global Investors, eine Tochter des Finanzkonzerns Allianz, zusammen mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt hat.

Dem gegenteiligen, leistungsorientierten Vorsorgemodell bestätigen die meisten Befragten (81 Prozent) eine sinkende Nachfrage. Während bei der beitragsorientierten Variante der Arbeitgeber feste Beiträge zur Betriebsrente leistet, aber keine Auszahlung in einer bestimmten Höhe garantiert, wird Arbeitnehmern bei der leistungsorientierten bAV eine feste Rentenzahlung zugesichert wird. Ein rein leistungsorientiertes bAV-Modell existiert hierzulande nicht.

Im Rahmen der Umfrage wurden 216 Personen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweiz und Niederlande zur Zukunft der bAV in der kommenden Dekade befragt. Die Befragten arbeiten im akademischen Bereich, Asset Management, Beratungsunternehmen, Pensionsfonds und Verbänden beziehungsweise Versicherern.

Die Kalkulierbarkeit der Kosten ist laut Erhebung (85 Prozent der Befragten) der wichtigste Grund für Arbeitgeber, sich für eine beitragsorientierte bAV-Lösung zu entscheiden. In Deutschland stimmen 89 Prozent der Teilnehmer dieser Aussage zu. „Im Nachgang der Finanzkrise überdenken Regulatoren, Arbeitgeber und Pensionsfonds ihre Herangehensweise an die betriebliche Altersvorsorge“, so Dr. Alexander Börsch, Analyst bei Allianz Global Investors und Autor der Publikation. Die direkte Einsparung von Kosten wird demgegenüber als weniger wichtig erachtet (63 Prozent der Teilnehmer). (mo)

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