Umfrage: Familien vernachlässigen Vorsorge

Die Wirtschaftskrise verdrängt die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit oder Tod zunehmend aus dem Bewusstsein der Menschen. Das liegt nicht zuletzt am schwierigen Umfeld: Mehr als 20 Prozent der Eltern in Deutschland erwarten infolge der Wirtschaftskrise einen deutlich sinkenden Lebensstandard. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die der Versicherer Delta Lloyd, Wiesbaden, in Kooperation mit dem FAZ-Institut erstellt hat. Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden 1.000 Elternteile befragt.

Nur rund zehn Prozent der Mütter und Väter halten laut Studie beispielsweise die eigene Berufsunfähigkeit für ein wahrscheinliches Risiko. Dabei sind sich die meisten Befragten darüber bewusst, dass sie für solche Unglücksfälle schlecht gerüstet sind: Lediglich 26,5 Prozent der Eltern halten sich für ausreichend gegen Berufsunfähigkeit abgesichert, gegen den Tod der Eltern nur 17,7 Prozent.

Konservative Anlageformen bevorzugt

Bei der Altersversorgung setzen Familien laut Untersuchung am häufigsten auf Kapitallebensversicherungen und private Rentenversicherungen. Die Wirtschaftskrise habe die Nachfrage nach traditionellen Produkten mit konservativen Anlagestrategien belebt. Dabei geht der Trend hin zu Rentenversicherungen. Schon jetzt besäßen jüngere Eltern unter 30 Jahren im Schnitt mehr Privatrenten als Kapitallebensversicherungen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Insgesamt zeigen die geringe Streuung bei der Vorsorge der Eltern und die Konzentration auf Versicherungsprodukte, dass das Vorsorgeverhalten der jüngeren Eltern in den Grundzügen dem der älteren Generationen ähnelt. (mo)

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