1. Juni 2010, 16:47
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Britischer Versicherer stoppt Geschäft mit fondsgebundener Rentenpolice

Der britische Versicherer Legal & General Assurance Society hat sein Neugeschäft seiner fondsgebundenen Rentenversicherung in Deutschland gestoppt. Grund: Vor dem Hintergrund geänderter steuerlicher Rahmenbedingungen könne kein „attraktives“ Preis-Leistungsverhältnis mehr gewährleistet werden.

Stopp-127x150 in Britischer Versicherer stoppt Geschäft mit fondsgebundener RentenpoliceBetroffen von der Entscheidung ist das Produkt “Finanzmarkt-Rentenpolice”. Legal & General ist mit zwei Produkten am deutschen Markt vertreten. Das zweite Produkt, eine Risikolebensversicherung, wird weiterhin vertrieben.

Der Versicherer teilt mit, dass der Schritt  auf bestehende Verträge und die Betreuung „keinerlei Auswirkungen“ habe. Beiträge zu den bereits abgeschlossenen Bestandsverträgen könnten weiter wie vereinbart geleistet werden.

Hintergrund ist die Forderung des Bundesfinanzministeriums (BMF) nach garantierten Rentenfaktoren für fondsgebundene Rentenversicherungen, die ab dem 1. Juli 2010 abgeschlossen werden.

Legal & General sieht ein „erhebliches“ Risiko darin, wenn Garantiefaktoren nicht in der Kostenkalkulation berücksichtigt würden. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache „dass die Garantien bereits bei Vertragsbeginn für die Anspar- und die Rentenbezugszeit gestellt werden müssen und damit leicht 50 Jahre und mehr überspannen. Man sehe sich unter solchen Rahmenbedingungen nicht mehr in der Lage, eine konkurrenzfähige fondsgebundene Rentenversicherung anzubieten, heißt es weiter.

Die Geschäftsaktivitäten verlagert das seit 2002 auf dem deutschen Markt aktive Unternehmen nach eigenen Angaben auf Versicherungsprodukte der Risikoabsicherung. Den Markt der fondsgebundenen Policen werde man jedoch weiter beobachten. Die Beitragseinnahmen aus dem deutschen Markt beliefen sich im Altersvorsorge- und Investmentgeschäft 2009 auf 11,9 Millionen Euro. (ks)

Foto: Shutterstock

3 Kommentare

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  3. Das ist Teil der zwangsläufigen Bereinigung am Versicherungsmarkt. Zum einen handelt es sich bei Produkten ohne biometrische Komponenten ja nicht um Versicherungen sondern um Kapitalanlagen. Und die gibt es tatsächlich als Direktinvestition oft günstiger. Und zum Anderen sind ja die Umsätze in dem Martsegment ordentlich rückläufig so dass sich vermutlich noch weitere Anbieter mangels Masse zurückziehen werden.

    Kommentar von Nikolaus Caesar — 2. Juni 2010 @ 11:10

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