22. Juli 2010, 13:08
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Sparbuch, Tagesgeld und Sparstrumpf: Deutsche horten Milliarden Euro

Mehr als ein Viertel der Bundesbürger hat einen Geldbetrag von mindestens 5.000 Euro auf dem Sparbuch, einem Tagesgeldkonto oder im Sparstrumpf. So lautet das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die das Forsa Institut im Auftrag des Berliner Lebensversicherers Skandia durchgeführt hat.

Sparstrumpf-geldsocke-127x150 in Sparbuch, Tagesgeld und Sparstrumpf: Deutsche horten Milliarden EuroAuf die Frage “Wie viel Geld sparen Sie derzeit auf klassische Art und Weise?” lautete die häufigste Antwort (28 Prozent) “5.000 Euro oder mehr”. Hochgerechnet auf insgesamt 48 Millionen Einwohner in der befragten Altersgruppe sind das deutschlandweit mindestens 67 Milliarden Euro.

Skandia-Vertriebsvorstand Hermann Schrögenauer ist angesichts der Ergebnisse entsetzt: “Viele Menschen lassen sich von der vermeintlichen Sicherheit klassischer Sparformen täuschen und vergessen dabei, dass die geringen Zinsen, die sie bekommen, von der zu erwartenden Inflation aufgefressen werden.“ So komme es, dass hierzulande zig Milliarden Euro einfach brachliegen.

Besonders schlimm findet Schrögenauer, dass der Anteil derer, die große Summen horten, bei den 45- bis 65-Jährigen sogar noch höher, bei über einem Drittel, liegt. Im Rahmen der Studie wurden 1.005 deutschsprachige Männer und Frauen zwischen 16 und 65 Jahren befragt. (hb)

Foto: Shutterstock

3 Kommentare

  1. Die Damen und Herren “Anlageberater” , wofür noch nicht einmal ein Befähigungsnachweis erforderlich ist, dürfen immer noch nicht einsehen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise dadurch entstanden ist, weil Finanzjongleure Milliardenbeträge in Sekunden um den Globus gejagt haben denen jeglicher Gegenwert in Sachwerten oder Arbeitsproduktivität fehlte.
    Das wissen aber die Personen, die ihr Geld lieber im sicheren Hafen ankern, als es Spekulanten für ihr Groß-Monopoli als Spielgeld zu überlassen. In der Mathematik lautet eine der Grundregeln: was links vom Gleichheitszeichen steht, muss sich auch rechts als Ergebnis zeigen.

    Kommentar von Alex Zorel — 23. Juli 2010 @ 21:31

  2. Dann ist es also nicht sinnvoll für Leute ab 45, die auf die Rente zugehen, sich etwas für die Zeit nach der Arbeit anzusparen?… Schwachsinnig!

    Kommentar von Grunt Henk — 23. Juli 2010 @ 15:48

  3. Wenn ein sog. Experte sagt, dass bei Produkten wie z.B. dem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto die geringen Zinsen von der Inflation aufgefressen werden, zeigt er damit nur, dass er von Zins, Zinseszins und Inflation keine Ahnung hat oder absichtlich Unfug erzählt. Cui Bono? führt einen zur richtigen Antwort auf diese Frage

    Kommentar von Der Finanzschrauber — 23. Juli 2010 @ 13:24

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