Verfahren eingestellt: Impuls-Vorstände zahlen

Das Strafverfahren gegen den Gersthofener PKV-Spezialvertrieb Impuls wegen Beschäftigung von Scheinselbständigen ist eingestellt worden. Medienberichten zufolge hat die Staatsanwaltschaft Augsburg gegen drei Vorstände des Unternehmens eine Geldbuße von zusammen 175.000 Euro verhängt. Allerdings könnte auf Impuls noch eine weitere Strafzahlung zukommen.

justiceLaut einem Bericht des „Versicherungsjournals“ wurde beim Landgericht Augsburg eine Verbandsgeldbuße in Höhe von 700.000 Euro gegen den Versicherungsmakler beantragt.

Die persönlichen Geldstrafen der drei Vorstände, zu denen neben Unternehmensgründer Herbert Nißel noch Klaus B. Wolf und Jürgen Oberhofer zählen, wurden bereits beglichen, hatte die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ zuvor gemeldet.

Impuls war im Herbst 2008 ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Im März 2009 wurde die Firmenzentrale des Unternehmens durchsucht. Der Finanzdienstleister soll rund 80 sogenannte Service-Manager fälschlicherweise als Selbständige geführt haben und so Sozialabgaben von rund zwei Millionen Euro gespart haben, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Nach der Razzia hatten die Vorstände allerdings zügig mit Selbstanzeigen reagiert und sich gegenüber den Ermittlern kooperativ gezeigt. Im Dezember 2009 betonte Impuls gegenüber cash-online, der Vorstand sei sehr daran interessiert, dass die in Frage stehenden Sachverhalte aufgeklärt werden und arbeite deshalb eng mit den beteiligten Behörden zusammen. (hb)

Foto: Shutterstock

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