24. Februar 2010, 17:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Frauen sind beim Versicherungsabschluss anspruchsvoller als Männer

Frauen ist eine umfassende persönliche Beratung beim Abschluss von Versicherungen wesentlich wichtiger als Männern. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Hamburger Beratungsunternehmens 67 Rockwell, in der mehr als 1.000 Männer und Frauen hinsichtlich ihres Entscheidungsverhaltens bei der Wahl von Versicherungen befragt wurden.

Frauanspruchsvoll-127x150 in Frauen sind beim Versicherungsabschluss anspruchsvoller als MännerDie Ergebnisse widerlegten damit die vorherrschende Praxis, weibliche und männliche Kunden mit der gleichen Beratung zum Kauf zu bewegen, so das Fazit der Untersuchung.

Obwohl Männer und Frauen beim Erstkauf einer Versicherung gleichermaßen auf Marke und Preis achten, unterscheiden sich ihre Kriterien für die langfristige Kundenzufriedenheit und damit für die Entscheidung, sich bei späteren Abschlüssen erneut für einen Anbieter zu entscheiden.

Frauen legen der Studie zufolge wesentlich höheren Wert auf persönliche, objektive und den Lebensumständen entsprechende Beratung sowie langfristige Beratungsbeziehungen. Dagegen sind Männer bereits zufrieden, wenn der Vertragsservice in Form einer verbindlichen und schnellen Bearbeitung des Versicherungsabschlusses gut funktioniert.

„Frauen verlangen eine qualitativ hochwertige und auf sie abgestimmte Beratung. Sie möchten sich bei ihrer Versicherung wohl fühlen“, erläutert Tim Braasch, geschäftsführender Partner bei 67 Rockwell und verantwortlich für die Durchführung der Studie. „Wenn die Beratung stimmt, sind Kundinnen zufriedener und entscheiden sich leichter wieder für den gleichen Versicherer“, so der Experte.

Männer seien in der Regel davon überzeugt, bereits einen ausreichenden Kenntnisstand über Versicherungen zu haben und legten daher bei der Wiederwahl einer Versicherung nicht so viel Wert auf eine umfassende und individuelle Beratung. Bei Frauen entscheiden vor allem emotionale und persönliche Faktoren. Männer orientieren sich stattdessen eher an objektiven Maßstäben wie der Bearbeitungsdauer oder der Erreichbarkeit eines Ansprechpartners.

Derzeit setzen viele Versicherer nach wie vor auf eine standardisierte Beratung. Um allen Kunden einen optimalen Service zu bieten und die Kundenzufriedenheit zu steigern, empfiehlt Braasch, Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Versicherungsvertrieb stärker zu berücksichtigen und in den Mittelpunkt rücken.

Trotz vieler Unterschiede hat die Analyse jedoch auch Gemeinsamkeiten beider Geschlechter bei der Versicherungswahl festgestellt. Sowohl männliche als auch weibliche Kunden wissen eine gute Schadens- und Leistungsabwicklung zu schätzen. Beide bemängeln zudem die unübersichtliche Komplexität vieler Versicherungsprodukte und die stark ausdifferenzierte Angebotspalette im Versicherungsdschungel. Aus diesem Grund sollten Versicherer ihre strategischen Investitionsentscheidungen neu ausrichten und verstärkt in die für Konsumenten relevanten Kauftreiber investieren. (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...