Anzeige
26. April 2011, 17:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Altersvorsorge: Halb Deutschland fehlt der Durchblick

Trotz jahrelanger öffentlicher Diskussionen um Altersvorsorge haben die meisten deutschen Erwerbstätigen keine konkrete Vorstellung davon, wie hoch ihre Rente sein wird. Auch die gängigen Formen des Vorsorgesparens sind weitgehend unbekannt, so das Ergebnis einer Studie. 

Kein-durchblick-tomaten-auf-den-augen in Altersvorsorge: Halb Deutschland fehlt der Durchblick

Der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage zufolge haben 60 Prozent der erwerbstätigen Deutschen noch nie vom Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Altersvorsorge gehört. 70 Prozent der Befragten, die angaben, die drei Säulen zu kennen, konnten diese nicht korrekt unterscheiden.

“Nur zwölf Prozent halten die Riester-Rente für die zweite, sieben Prozent sogar für die dritte Säule neben der gesetzlichen Rente. Auch Immobilien wurden hier genannt”, erklärt Hans-Jürgen Hoffmann, Leiter des Psephos Instituts für Markt-, Politik- und Sozialforschung, das die Studie für die Fondsgesellschaft Fidelity durchgeführt hat.

Vielen Berufstätigen mangele es bei der Altersvorsorge noch immer an ausreichender Orientierung. Eine optimale Nutzung der Angebote sei daher nicht möglich, so Hoffmann.

“Bisherige Altersvorsorge-Kampagnen haben die Deutschen offensichtlich nicht erreicht. Knapp 90 Prozent verlassen sich noch immer auf die gesetzliche Rente, die aufgrund des demografischen Wandels den Wohlstand von heute in der Zukunft aber nicht mehr sichern wird”, sagt Christian Wrede, Sprecher der Geschäftsführung bei Fidelity International in Deutschland.

Von einer guten und vor allem tragfähigen Altersvorsorge-Mischung aus allen drei Säulen sei die Mehrheit weit entfernt. Den Deutschen fehle nach wie vor das notwendige Wissen. “Für eine zukunftsfähige Alterssicherung brauchen wir in Deutschland einen anderen Hebel in der Aufklärungsarbeit”, meint Wrede.

Die Deutschen setzen der Umfrage nach aber nicht nur auf den falschen Altersvorsorge-Mix, sie überschätzen auch fundamental die Höhe ihrer künftigen Rente: 71 Prozent der Befragten geben an, nur ungefähre oder keine Vorstellungen über die voraussichtliche Höhe ihrer gesamten Altersbezüge haben.

Vier von fünf Deutschen (81 Prozent) rechnen laut Umfrage mit einer Rente in Höhe von 60 Prozent und mehr, über 40 Prozent erwarten sogar 80 bis 100 Prozent ihres Nettolohns. Berechnungen von Fidelity haben indes ergeben, dass die Bundesbürger bei Rentenbeginn im Schnitt tatsächlich lediglich 56 Prozent ihres letzten Einkommens vor dem Ruhestand bekommen.

Die Ergebnisse der Studie stammen aus einer repräsentativen Befragung von 1.000 erwerbstätigen Personen zwischen 18 und 55 Jahren in Deutschland, die zwischen 2. März und 4. April 2011 durchgeführt wurde. (hb)

Foto: Fidelity

1 Kommentar

  1. Und weiter? Je nach Säulen- oder Schichtenmodell haben eben 12 bzw. 7 % recht. Immer dieser Copy & Paste Journalismus.

    Kommentar von Polydeikes — 27. April 2011 @ 11:14

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Neuer Vertriebsvorstand für Interrisk: Stephan übernimmt

Die InterRisk bereitet sich frühzeitig auf einen Wechsel im Vorstand vor. Nach mehr als 33 Berufsjahren bei den InterRisk-Gesellschaften, davon 28 Jahre als verantwortlicher Vorstand für das Ressort „Vertrieb und Marketing“, wird Dietmar Willwert im Mai 2020 mit Erreichen der Altersgrenze planmäßig in Ruhestand gehen.

mehr ...

Immobilien

Hausbau: Wie sich Bereitstellungszinsen gering halten lassen

Bereitstellungszinsen können sich beim Hausbau schnell zum Kostentreiber entwickeln. Vor allem in der aktuell angespannten Marktsituation, wo Bauarbeiten oft erst sechs bis neun Monate nach Unterzeichnung des Vertrags beginnen, sollte man auf diese Extragebühren beim Baukredit besonders achten.

mehr ...

Investmentfonds

Ende des Handelskriegs?

China wählt einen ungewöhnlichen Weg, um den Handelsstreit mit den USA zu beenden. Nach Berichten des Nachrichtenportals “Bloomberg” will das Land US-Waren kaufen, um das Defizit auszugleichen. Das Angebot sei bereits von Anfang Januar.

mehr ...

Berater

Recruiting: Mit Jobstory die Richtigen finden

Die Suche nach Mitarbeitern ist nichts anderes als die Suche nach einem Lebenspartner. Wie kann dieses Unterfangen erfolgreich gestaltet werden?

Gastbeitrag von Hans Steup, Versicherungskarrieren

mehr ...

Sachwertanlagen

Kapital in zehn Jahren fast verfünffacht

Die Paribus-Gruppe hat die Fondsimmobilie des SCM Capital GmbH & Co. KG Renditefonds V – Hamburg Wohnen sowie abgespaltene Grundstücksteile verkauft. Der Gesamtrückfluss an die Fondsanleger ist beachtlich.

mehr ...

Recht

BVI: Studie bestätigt Kostentransparenz bei Fonds

Der deutsche Fondsverband BVI bewertet die jüngste ESMA-Studie zu Kosten und Wertentwicklung von Finanzprodukten für Privatanleger positiv.

mehr ...