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28. März 2011, 12:32
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Biometrische Produkte im Fokus der Versicherer

Die Absicherung biometrischer Risiken rückt bei deutschen Lebensversicherern zunehmend in den Fokus. Über 90 Prozent rechnen mit einer deutlichen Absatzsteigerung beim Schutz gegen Berufsunfähigkeit, in der Todesfallabsicherung oder der Pflegeversicherung und planen dort neue Produkte. Dies ergab eine Befragung von Towers Watson unter Erstversicherern und Vertrieben im Auftrag von RGA.

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Klaus Mattar, RGA Deutschland

Die größte Wachstumsdynamik innerhalb des Segments der biometrischen Produkte sehen die Versicherer demnach in der Pflegeversicherung, der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sowie bei Zielgruppenprodukten, etwa für bestimmte Berufsgruppen oder Kunden in bestimmten Lebensphasen. Dabei sei eine weitere Ausdifferenzierung des Produktangebotes zu erwarten – sowohl hinsichtlich der Kundengruppen als auch der Vertriebswege und der Produktkomplexität. “Die Resonanz der Befragten ergab eine Marktabdeckung nach Prämieneinnahmen von mehr als 45 Prozent”, erklärt Dr. Klaus Mattar, Hauptbevollmächtigter der deutschen Niederlassung des Lebensrückversicherers RGA International Reinsurance Company Limited.

Neuartige biometrische Produkte in der Entwicklung

“Die Produktschmieden vieler Versicherer sind zurzeit wieder sehr aktiv”, berichtet Ulrich Wiesenewsky, bei Towers Watson für die Marktumfrage im Auftrag von RGA verantwortlich. “Einige Gesellschaften planen konkret die Einführung neuer Produkte in der Pflegeversicherung und der Grund-Erwerbsfähigkeitsversicherung sowie von Kombinationsprodukten aus biometrischer Deckung und fondsgebundener Versicherung”, so der Berater weiter.

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Ulrich Wiesenewsky, Towers Watson

Ein Großteil der Unternehmen erwarte gemäß der Befragung, dass auch neuartige biometrische Risikoprodukte eine steigende Bedeutung haben würden. Dazu gehörten unter anderem standardisierte Versicherungen, die sich gut über den Bankschalter, im Direktvertrieb oder im Annexvertrieb verkaufen ließen. Wichtige Produkt-Features seien vor allem die Flexibilität der Produkte (Zusatzbausteine) sowie der Verzicht oder die Einschränkung der Risikoprüfung. Wiesenewsky dazu: “89 Prozent der befragten Versicherer gehen davon aus, dass die Geschwindigkeit der Produktzyklen stark steigen und der deutsche Markt damit Entwicklungen nachvollziehen wird, die im angelsächsischen Raum bereits weiter fortgeschritten sind.”

Zentrale Herausforderungen hinsichtlich der Produktinnovation sehen die Versicherer laut den Studienergebnissen in der Geschwindigkeit der Produkteinführung (“time to market”) und in der Automatisierung der Prozesse. Die befragten Vertriebe sehen zudem hohe Chancen im Bereich der Rentenauszahlungsphase (zum Beispiel erhöhte Rentenzahlungen bei schwerer Krankheit).

Seite 2: Effizienzsteigerung als langfristige strategische Herausforderung

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