Generali-Gewinn legt deutlich zu

Die Generali Deutschland Gruppe, zu der die Versicherer Generali, Aachen Münchener, Cosmos Direkt und Central gehören, hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2011 trotz hoher Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen erheblich steigern können.

Generali-Vorstandssprecher Dietmar Meister
Generali-Deutschland-Vorstandssprecher Dietmar Meister

Den Unternehmensangaben zufolge kletterte das Halbjahresergebnis im Vorjahresvergleich um 28,3 Prozent auf 231 Millionen Euro. Die Gesamtbeiträge der Versicherungsgruppe stiegen um 0,8 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro.

Die Bilanz litt unter Wertberichtigungen auf griechische Staatsanleihen in Höhe von 345 Millionen Euro, die zu einer Nettobelastung des Konzernergebnisses von rund 40 Millionen Euro führten.

Demgegenüber sei das Ergebnis, so die Generali, durch eine Steuererstattung für Vorjahre positiv beeinflusst worden. Die Ergebnisbelastung durch Griechen-Bonds habe man so kompensieren können.

Die Beitragseinnahmen des nach eigener Definition zweitgrößten Erstversicherungskonzerns Deutschlands stiegen in den ersten sechs Monaten 2011 moderat. In der Lebensversicherung wurde aufgrund schwindender Einmalbeiträge ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent auf 5,36 Milliarden Euro verzeichnet.

Dagegen konnte in der Krankenversicherung ein Beitragswachstum von 5,9 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro realisiert werden. Die Schaden- und Unfallversicherer der Gruppe verbuchten Beitragseinnahmen in Höhe von 1,85 Milliarden Euro. Das entspricht einem Beitragsplus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Unter der Voraussetzung, dass außergewöhnliche Schadenereignisse ausbleiben und sich keine weiteren deutlichen Belastungen für das Kapitalanlageergebnis ergeben, erwartet die Generali Deutschland für das Geschäftsjahr 2011 einen Überschuss über Vorjahresniveau. (hb)

Foto: Generali Deutschland

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