Kfz-Policen: Jeder fünfte Autokäufer schließt beim Makler ab

Jeder fünfte Autokäufer (21 Prozent) schließt seine Kfz-Police über einen Makler ab. Davor liegen Agenturen (44 Prozent), gefolgt vom Internet (29 Prozent). Das Autohaus landet deutlich hinter den Maklern, erzielt aber die lukrativeren Abschlüsse, so eine aktuelle Umfrage.

VertragsabschlussDie Vertriebswege Versicherungsagentur, Online und Makler erreichen zusammen mehr als 90 Prozent der Autokäufer. Für alternative Anbieter bleibt da kaum Platz. So entscheiden sich nur fünf Prozent der Befragten für den Versicherungsabschluss beim Kfz-Händler. Das sind Ergebnisse der Studie „Werkstatt-Services aus der Sicht des Fahrzeughalters“ der Unternehmensberatung HNW Consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Trotz der geringen Abschlussbereitschaft im Autohaus bescheinigen die Studienmacher dem Vertriebsweg das größte Potenzial: So sind die beim Händler abgeschlossenen Versicherungen zu 72 Prozent Vollkasko- und zu 23 Prozent Teilkasko-Policen. Nur fünf Prozent aller in Autohäusern abgeschlossenen Kraftfahrtversicherungen umfassen keinen Kasko-Schutz, sondern nur die Haftpflicht. Fazit der Marktforscher: Der zusätzliche Verkauf von Kasko-Policen fällt dem Autohaus deutlich leichter als den übrigen Vertriebswegen.

„Das Potenzial für den Verkauf einer Kaskoversicherung ist im Autohaus am höchsten – erst dann kommen mit recht großem Abstand die Versicherungsagentur und der Online-Abschluss“, sagt Carsten Nyhuis, Partner bei HNW Consulting.

Die Hersteller und ihre Autohäuser haben das hinter dieser Erkenntnis steckende Potenzial allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft, so Nyhuis. Denn während derzeit erst fünf Prozent der Befragten ihre Autoversicherung im Autohaus abgeschlossen haben, können sich rund 50 Prozent der Fahrzeughalter dies künftig vorstellen. (lk)

HNW-Studie_Werkstatt_Autohaus_Kfz-Versicherung

Foto: Shutterstock

Grafik: HNW Consulting

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