Anzeige
28. Oktober 2011, 10:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Demographischer Wandel trifft Kfz-Haftpflicht am härtesten

Bis 2030 werden die 60- bis 69-Jährigen zur größten Kundengruppe der Versicherer und lösen damit die heute 40- bis 49-Jährigen ab. Vor allem auf die Kfz-Haftpflicht und die derzeitigen Marktstrategien wird sich der demographische Wandel auswirken, so eine Studie.

Altersvorsorge-klein in Studie: Demographischer Wandel trifft Kfz-Haftpflicht am härtestenAufgeschlüsselt nach Versicherungssparten verzeichnet die Kfz-Haftpflicht bis zum Jahr 2030 den größten Verlust. Hier reduziert sich die Zahl der Policen um knapp sechs Millionen. Das hat eine aktuelle Marktstudie vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung ergeben.

Das Minus erreicht dabei fast alle Altersgruppen – von den 20-Jährigen bis hin zu den 59-Jährigen werden jeweils mehr als eine Millionen Kunden weniger in den Büchern stehen, teilt das IMWF mit.

Ebenfalls stark rückläufig dürfte das Geschäft für die privaten Haftpflicht- und Hausratversicherer ausfallen. Insgesamt reduziert sich hier die Zahl der Versicherten jeweils um knapp fünf Millionen.

Die aktuell größte Kundengruppe der 40- bis 49-Jährigen wird laut Studie in knapp 20 Jahren insgesamt um mehr als drei Millionen Kunden geschrumpft sein. Im Gegenzug werden bei der Kfz-Haftpflicht im Jahr 2030 2,7 Millionen Kunden mehr als heute im Bestand stehen, die zwischen 60 und 69 Jahre alt sind, rechnet das IMWF vor. Bei der privaten Haftpflicht ist ein Plus von 2,5 Millionen Policen zu erwarten – bei der Hausratsversicherung knapp drei Millionen Versicherte, die jeweils den älteren Jahrgängen angehören.

Infolge des demographischen Wandels verlieren die aktuellen Marktstrategien zu Neu- und Bestandskunden ihre Grundlage und müssen neu aufgesetzt werden, prognostiziert das IMWF.

Während die zahlenmäßig stärkste Kundengruppe in der Regel bereits versichert sei und bestmöglich bis ins hohe Alter gebunden werden sollte, würde die Gruppe potenzieller Neukunden bei den Jüngeren kleiner und müsse intensiver bearbeitet werden.

Die Studie „Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Marktpotenziale von Versicherungen und Kreditinstituten“ hat das IMWF  im September 2011 durchgeführt. Die Untersuchung wurde auf Grundlage der Konsumentenstudie „Typologie der Wünsche (TdW) 2011“ und der vom statistischen Bundesamt ermittelten Bevölkerungsvorausrechnung bis 2030 erstellt. (lk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Niedrigzins und neue Produktideen

Die Altersvorsorge befindet sich im Umbruch, diverse neue Produkte drängen auf den Markt. Auch die Gothaer hat ihr Portfolio überarbeitet und ist mit einem neuen Angebot gestartet. Am Anfang der Produktentwicklung stand eine umfangreiche Marktanalyse.

Gastbeitrag von Michael Kurtenbach, Gothaer Leben

mehr ...

Immobilien

Vonovia vereinbart Kooperation mit französischer Groupe SNI

Der Immobilienkonzern Vonovia und sein französisches Pendant, die Groupe SNI, haben vereinbart, zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen wollen gemeinsam nach Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten suchen.

mehr ...

Investmentfonds

George Soros überträgt Großteil seines Vermögens an eigene Stiftung

Der Finanzinvestor George Soros hat einen Großteil seines Vermögens seine Stiftung Open Society übertragen, die damit zur zweitgrößten Stiftung in den USA wurde. Nur die Bill & Melinda Gates Foundation verfügt noch über mehr Kapital.

mehr ...

Berater

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Capital Stage baut institutionelles Erneuerbare-Energien-Portfolio aus

Die innerhalb der Capital Stage Gruppe auf das Asset-Management-Geschäft für institutionelle Anleger spezialisierte Chorus Clean Energy AG hat für einen von ihr gemanagten Luxemburger Spezialfonds weitere Solar- und Windparks in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 20 MW erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...