29. Juli 2011, 11:21
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Studie: Versicherungsvertriebe wollen einfachere Produkte

Vermittler und Versicherer sind sich einer aktuellen Studie zufolge darüber einig, dass Produkte künftig transparenter werden müssen. Geht es indes um Absatzchancen von neuen Produkten, gehen die Meinungen häufig weit auseinander.

Produkte-Entwicklung-127x150 in Studie: Versicherungsvertriebe wollen einfachere Produkte Das ist das Ergebnis der „Trendstudie Versicherungsvertrieb 2011″ des Kölner Marktforschungsinstituts Heute und Morgen in Kooperation mit dem Branchenportal „WMD Brokerchannel“, für die 150 Entscheider aus Versicherungsgesellschaften, Vertriebsorganisationen, Unternehmensberatungen und Maklerbüros befragt wurden.

Die Umfrageteilnehmer sind sich zwar weitgehend darüber einig, dass Versicherungsgesellschaften und deren Produkte für die Verbraucher künftig transparenter werden müssen. 58 Prozent stimmen voll und ganz zu, für weitere 34 Prozent trifft diese Aussage eher zu.

Geht es jedoch um die Erfolgsaussichten neuer Produkte, gehen die Meinungen darüber auseinander. Die Vertriebe und Makler schätzen das Wachstumspotenzial bei einigen Produkten deutlich verhaltener ein als die Assekuranz.

Ein Beispiel: Während die befragten Versicherer an die sogenannten Life-Care-Annuity-Konzepte, eine kombinierte Renten- und Pflegeversicherung, glauben, äußern die Vertriebe und Makler an dem Produktkonzept Zweifel. Häufig erscheinen ihnen derartige Produktkonzepte in der Vermittlung bei den Kunden noch zu kompliziert und erklärungsbedürftig, heißt es in der Studie.

„Neue Produkte müssen aus Sicht des Vertriebs vor allem flexibel und transparent sein, und daneben ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“, sagt Axel Stempel, Geschäftsführer bei Heute und Morgen. Er ist der Ansicht, dass die Vertriebssicht insgesamt stärker in die Produktentwicklung einbezogen werden sollte, um das Risiko späterer Marktflops zu reduzieren.

Bei Pflege- und Krankenzusatzversicherungen indes sind sich Vertrieb und Versicherer einig. Beide sagen den Produkten, so die Studie, ein großes Wachstumspotenzial voraus. Von den spätestens bis Ende 2012 einzuführenden neuen Unisex-Tarifen erwarten die befragten Entscheider zumindest kurzfristig keine neuen Impulse für die Produktlandschaft. (ks)

Foto: Shutterstock

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