17. Oktober 2011, 11:46
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Umfrage: Deutsche fürchten sich vor dem Alter

Wenn die Deutschen ans Alter denken, überwiegen die Sorgen. Zwar schmieden rund die Hälfte Pläne für den Ruhestand. Die Sorge vor Krankheit, Unselbstständigkeit und Altersarmut überschattet die Freude jedoch, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Demnach erwarten knapp 60 Prozent der 1.751 vom Allensbacher Institut für Demoskopie im Auftrag vom Finanzvertrieb MLP befragten Bundesbürger unter 60 Jahren, dass die Rente oder das Ersparte später nicht reichen werden.

Besonders bei Alleinstehenden sei diese Angst ausgeprägt, so die Studienmacher. Während sich nur rund ein Drittel der Paare vor finanziellen Engpässen im Alter sorgen, ist es in der Gruppe der Alleinstehenden über die Hälfte.

In dieser Frage gibt es auch eine starke Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschland. Finanzprobleme im Alter fürchten lediglich rund 36 Prozent der Westdeutschen, aber über die Hälfte der Ostdeutschen. Die Folge: Rund 23 Prozent wollen in ihrem eigenen Beruf so lange arbeiten wie möglich und etwa 21 Prozent aller Befragten planen, eine Nebenbeschäftigung im Alter zu suchen.

Doch nicht nur die finanzielle Lage bereitet den Bundesbürgern Sorgen (siehe Tabelle). Knapp drei Viertel fürchten sich davor, ernsthaft krank zu werden, knapp 65 Prozent haben Angst, ein Pflegefall zu werden und damit die eigene Selbstständigkeit zu verlieren.

Sorgen-der-deutschen in Umfrage: Deutsche fürchten sich vor dem Alter

Die Bundesbürger haben der Umfrage zufolge aber auch große Pläne für den Ruhestand. So will die Hälfte sich mehr Zeit für sich selbst nehmen, fast ebenso viele wollen mehr für Fitness und Gesundheit tun und sich mehr mit Hobbys beschäftigen. Fast 47 Prozent planen, größere Reisen zu unternehmen, 30 Prozent wollen mehr lesen und 23 Prozent so lange wie möglich arbeiten.

Tatsächlich haben, so die Umfrage, die meisten der heutigen Ruheständler „mehr Zeit für sich“ (58,5 Prozent) und für ihre Hobbys (44,8 Prozent). Die jetzige Rentnergeneration zieht jedoch eher das Lesen vor (40,8 Prozent), statt sich um die eigene Fitness zu kümmern (31,8 Prozent). Daneben ist über ein Fünftel im Verein, einer Partei oder in der Gemeinde tätig. (ks)

Foto: Shutterstock; Tabelleninhalt: MLP

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