Umfrage: Deutsche vernachlässigen bAV

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) hat in Deutschland weiter einen schweren Stand: Wie eine Umfrage zeigt, machen nur 38 Prozent der Erwerbstätigen davon Gebrauch, während immerhin fast doppelt so viele (68 Prozent) auf private Vorsorge setzen.

Dr. Christian Wrede
Dr. Christian Wrede

Die im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durchschnittlich lediglich vier Prozent der gesamten Bezüge im Alter aus der bAV resultieren.

„Diese Vernachlässigung muss ein Ende haben“, appelliert Christian Wrede, Sprecher der Geschäftsführung von Fidelity International in Deutschland. Dass es auch anders gehe, zeige ein Blick in die Niederlande oder nach Dänemark, wo heute bereits ein Drittel beziehungsweise 17 Prozent der Renten aus der bAV stammten.

In Deutschland scheint das Thema dagegen noch nicht in den Köpfen verankert. Der Umfrage unter mehr als 1.000 Erwerbstätigen zufolge spielt die bAV für 70 Prozent keine oder nur eine untergeordnete Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers. Jeder Dritte Befragte gibt zudem an, dass sein Arbeitgeber keine bAV anbietet, obwohl das gesetzlich vorgeschrieben ist.

Ein weiterer Grund für die geringe Verbreitung liegt wohl auch in der generellen Unwissenheit über die eigenen Rentenlücken. So haben 71 Prozent der Umfrage-Teilnehmer nur ungefähre oder garkeine Vorstellungen über die Höhe ihrer Altersbezüge. Vier von fünf Deutschen würden diese massiv überschätzen, so Fidelity. (hb)

Foto: Fidelity International

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