Anzeige
Anzeige
17. April 2012, 12:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Leichte Altersvorsorge-Müdigkeit bei Deutschen

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) sind die Deutschen weniger bereit, für das Alter vorzusorgen: 26 Prozent der Bundesbürger sagen, sie hätten nicht ausreichend vorgesorgt, möchten dies aber in den nächsten zwölf Monaten ändern – das ist der niedrigste Wert seit 2010.

Altersvorsorge-Bereitschaft nimmt ab„Die Bereitschaft die Vorsorgelücke zu schließen, fällt im aktuellen Quartal etwas geringer aus“, heißt es in der DIA-Studie, die seit 2009 quartalsweise die Stimmungen und Aktivitäten unter 1.000 Erwerbstätigen zum Thema Vorsorge erhebt. Im vierten Quartal 2011 waren noch 28 Prozent der Befragten der Ansicht, zwar nicht ausreichend vorgesorgt zu haben, aber in den nächsten zwölf Monaten mehr für die eigene Vorsorge tun zu wollen. Aktuell sind es zwei Prozentpunkte weniger (siehe Grafik, zum Vergrößern anklicken).

Wie bei Statistiken oftmals üblich, lassen die DIA-Zahlen allerdings auch eine optimistische Interpretation zu: So stieg im gleichen Zeitraum der Anteil jener Befragten, die glauben, genug für ihre Altersvorsorge getan zu haben, ebenfalls um zwei Prozentpunkte auf 37 Prozent. Genauso groß ist allerdings auch die Gruppe der hartnäckigen Vorsorge-Verweigerer: 37 Prozent der Befragten sagen von sich, bislang nicht vorgesorgt zu haben und auch keinen akuten Handlungsbedarf zu sehen.

Die Befürchtung den Lebensstandard im Alter senken zu müssen, bleibt laut DIA unverändert auf einem hohen Niveau. Demnach meinen sieben von zehn Befragten, ihren Lebensstandard im Alter senken zu müssen, 23 Prozent rechnen mit einer Stagnation, nur sieben Prozent gehen von einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation aus.

Auch bei den Einzahlungen in die private Altersvorsorge zeigen sich im Zeitvergleich zu Mitte 2010 wenig Veränderungen, teilen die Marktforscher mit. Die Diskussionen in den letzten Monaten und Jahren zur Währungsstabilität und Finanzkrise hätten nicht zu einer wesentlich veränderten Investitionsbereitschaft in die private Altersvorsorge geführt.

Auch das Investitionsverhältnis bei Befragten mit einer Riester-Rente und einer weiteren privaten Altersvorsorge zeige im zeitlichen Verlauf kaum Veränderungen. Die Riester-Rente bleibe eine etablierte Alternative, ohne andere Altersvorsorge-Optionen zu verdrängen, so das DIA. Allerdings werde in die Riester-Rente deutlich geringere Beiträge eingezahlt als in andere Produkte. (lk)

Altersvorsorge-Bereitschaft nimmt ab

Grafik: DIA

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...