13. April 2012, 11:30
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„Konzentration auf leistungsfähige PKV-Tarife“

Cash.: Nach Berechnungen des Analysehauses Morgen & Morgen lagen die durchschnittlichen Beitragserhöhungen der PKV-Tarifgeneration 2012 mit 4,4 Prozent signifikant unter dem Erhöhungsniveau von sieben Prozent im Jahr 2011. Allerdings gab es zum Unmut der Versicherten auch einige Ausreißer nach oben. Viele Betroffenen haben daher das Recht in Anspruch genommen, von einem teureren Tarif in einen preisgünstigeren mit gleichen Leistungen zu wechseln. Verbraucherzentralen berichten allerdings, dass Versicherer diesen internen Wechsel erschweren würden, indem sie beispielsweise einen Tarifwechselzuschlag erheben oder indem sie einen Wechsel in den oftmals teureren aber weniger leistungsfähigen Basistarif anbieten. Was entgegnen Sie der Kritik der Verbraucherschützer?

Laue: Es gibt eindeutige gesetzliche Regelungen, die Versicherten immer einen Wechsel in einen niedrigeren Tarif ermöglichen. Von Zuschlägen ist da auch nicht die Rede. Aus unserer Sicht gibt es hier keine Diskussionspunkte. Wenn es das dennoch bei einzelnen Unternehmen geben sollte, ist es auch richtig, diese Fälle zu benennen. Bei der Debeka kennen wir diese Probleme nicht, denn wir bieten keine Paralleltarife an. Und wir zeigen Versicherten, die ihre Beiträge verändern wollen, immer Möglichkeiten auf. Das ist doch auch in unserem Interesse. Wir wollen nachhaltige Beziehungen zu unseren Versicherten, denn wenn unsere Kunden zufrieden sind, spricht sich das auch herum. Davon abgesehen hat uns die Ratingagentur Assekurata in ihrem neusten Rating vom März 2012 sehr stabile Beiträge bescheinigt. Im Zeitraum von 2006 bis 2011 wurden die Beiträge in der Vollversicherung durchschnittlich um nur 2,8 Prozent erhöht – ohne Leistungskürzungen und Beitragszuschläge wie in der GKV.

Cash.: Etwa 150.000 Nichtzahler sorgen bereits für einen Schaden von rund 550 Millionen Euro. Der PKV-Verband schätzt, dass die Kosten sogar deutlich höher liegen, weil einige Unternehmen die Beiträge bereits abgeschrieben haben. Wie hoch ist der Anteil der Nichtzahler in Ihrem Hause?

Laue: Mit Stand 31. Dezember 2011 befanden sich in unserem Bestand 4.911 Personen mit mehr als sechs Monatsbeiträgen im Zahlungsverzug. Bezogen auf über zwei Millionen krankheitskostenvollversicherte Mitglieder ist dieser Anteil jedoch sehr gering.

Seite 3: Nichtzahler-Tarife und Pflegeversicherung in der Diskussion

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1 Kommentar

  1. Eine wahrlich von Sachverstand und Vernunft getragene Position. Aber wird Sie bei Vorständen und Aktionären anderer Großkonzerne Rückhalt finden, angesichts des hohen Aufwandes für die PKV-Voll und der Dividendenerwartungen sowie des politischen Gegenwindes aller Couleur, zur Aneignung der PKV- Rückstellungen um kurzfristig allerlei Lücken zu schließen und Wahlstimmvolk zu genrieren.
    Debeka mach weiter so, als du dich gegründet hast, hatten wir einen Kaiser…..

    Kommentar von Peter Agsten — 16. April 2012 @ 14:16

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