Credit Suisse: Steuerskandal um Scheinversicherungen

Ärger für die Credit Suisse: Einem Medienbericht zufolge stehen Kunden des Schweizer Bankhauses unter Verdacht, mehrere Milliarden Euro getarnt als „Scheinversicherungen“ am deutschen Fiskus vorbei geschleust zu haben. Derzeit soll es bundesweit zu Hausdurchsuchungen bei Anlegern kommen.

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Wie das „Handelsblatt“ am Mittwoch unter Berufung auf Bankenkreise berichtete, sollen rund 7.000 Kunden, die meisten davon Deutsche, in den Steuerskandal verwickelt sein.

Im Visier der Wuppertaler Fahnder stehen Geschäfte mit Scheinversicherungen, die von der Banktochter Credit Suisse Life and Pensions mit Sitz auf Bermuda zwischen 2004 und 2009 angeboten worden seien.

Bei diesen sogenannten Bermuda-Produkten werden Gelder nicht auf normale Sparkonten eingezahlt, sondern in Versicherungen, die im Gegensatz zu Sparkonten in einigen Ländern steuerfrei bleiben. Die Anlagebeträge sollen laut Fahnder bei rund 500.000 Euro liegen, es gebe aber auch Einzelfälle von zwölf Millionen Euro und mehr, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Die Daten der Kunden sollen laut „Handelsblatt“ über ein derzeit unbekanntes Informationsleck innerhalb der Bank an die deutschen Steuerbehörden gelangt sein. Ob hierfür Geld bezahlt wurde, sei ebenfalls unklar. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans wollte sich demnach nicht zu dem Sachverhalt äußern.

Ein Sprecher von Credit Suisse bestätigte am Mittwoch, dass Ermittlungen der deutschen Steuerfahndung gegen Kunden der Bank eingeleitet wurden. Zugleich betonte der Sprecher, dass sich die Ermittlungen nicht gegen die Bank richten würden. Weiter gibt das Institut bekannt, dass man die betroffenen Kunden explizit auf ihre Steuerpflicht hingewiesen hätte. Entsprechende Unterschriften dazu lägen vor, zitiert das „Handelsblatt“ einen Credit Suisse-Sprecher. Zudem erklärte das Bankhaus, dass man deutschen Kunden diese Art von Produkten nicht mehr anbiete. (lk)

Foto: Credit Suisse

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