Anzeige
25. Juli 2012, 17:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

SEPA: Zahltag für Versicherer

SEPA – der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum steht in den Startlöchern: Ab dem 1. Februar 2014 müssen die Versicherer ihre Systeme umgestellt haben. Der Vertrieb kann wertvolle Impulse leisten, um die Akzeptanz der Kunden zu fördern.

Thomas Gerald Foth, CKC Finance IT

Thomas Gerald Foth, CKC Finance IT

Seit rund zehn Jahren arbeitet die Europäische Union (EU) daran, den einheitlichen europäischen Währungsraum um einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum („Single European Payment Area“ oder kurz: SEPA) zu ergänzen. Im Frühjahr 2012 haben sich Europaparlament und Europarat von einer marktgetriebenen und damit freiwilligen SEPA-Anpassung verabschiedet und die zwangsweise Umstellung im Rahmen einer EU-Verordnung beschlossen.

Der immer schnellere Zyklus von extern getriebenen Anpassungen für diverse Finanzregelwerke wie Solvency II, MaRiskVU, Deckungsrückstellungsverordnung, FATCA und Unisex-Rechtsprechung geht nun mit SEPA in eine neue Runde. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Begeisterung in den Unternehmen für die Zahlungsverkehrspläne der EU gering ausfällt – zumal die Umstellung bestehender Verfahren mit großem Aufwand verbunden ist.

So müssen die deutschen Kreditinstitute für zahlreiche Branchen ein allgemein akzeptiertes und effizientes System bereitstellen – die Versicherungswirtschaft bildet da keine Ausnahme: Spätestens zum 1. Februar 2014 muss auch die deutsche Assekuranz auf die SEPA-Regelungen umstellen.

Neuerungen in allen Sparten

Analog zu den Euro- und Jahrtausendwende-Projekten sind der gesamte Versichertenbestand und das Neugeschäft betroffen. Auf der SEPA-Tagung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im April 2012 wurde deutlich, dass zwar seit Jahren entsprechende Vorbereitungen laufen, doch die konkreten Umsetzungsprojekte beginnen erst jetzt.

Umso wichtiger ist es, den Vertrieb zügig einzubeziehen. Er ist aufgrund seiner Kundennähe prädestiniert, Prozesse, Dokumente und Anwendungen kundenfreundlich zu halten.

Unabhängig von der vereinbarten Zahlungsart im Versicherungsvertrag ändert sich künftig das technische Format für die Ansprache der Bankverbindung (Kundenkennung). An die Stelle der Kontonummer und der Bankleitzahl treten IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code). Allen Versicherungssparten steht somit ein Austausch aller Dokumente sowie die Integration in die vertriebsunterstützenden Systeme bevor.

Seite zwei: Es gibt auch gute Nachrichten

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Anstieg der Immobilienpreise im Norden und Osten verlangsamt

Die Wohnimmobilienpreise steigen weiter. In einigen Märkten zeichnet sich aber bereits ab, dass die Geschwindigkeit, mit der die Preise wachsen, abnimmt. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise Region Nord/Ost hat die Wohnimmobilienmärkte in Dresden, Hamburg, Hannover und Berlin untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

LSE-Chef Xavier Rolet verlässt Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) verliert Ende 2018 ihren Vorstandsvorsitzenden Xavier Rolet. Der Franzose wollte das Unternehmen bereits nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse verlassen. Rolet schaffte es, den Wert der LSE während seiner Amtszeit zu vervielfachen.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...