Anzeige
11. Oktober 2012, 13:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Junge Menschen verkennen Berufsunfähigkeit

Jeder zweite Deutsche unter 40 Jahren kann die Risiken einer Berufsunfähigkeit nicht richtig einschätzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Direktversicherers Hannoversche.

Beruf-Bauarbeiter-Ingenieur-127x150 in Umfrage: Junge Menschen verkennen BerufsunfähigkeitWie die Befragung zeigt, weiß zwar die Hälfte der 18- bis 39-jährigen Bundesbürger, dass ein Arbeitnehmer erst dann als voll erwerbsunfähig gilt, wenn er krankheitsbedingt nur noch weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann. Doch 35 Prozent der Berufseinsteiger (18 bis 29 Jahre) würden sich bereits für erwerbsunfähig halten, wenn sie ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben könnten und krankheitsbedingt nur noch einer niedriger bezahlten Tätigkeit nachgehen könnten (siehe Tabelle).

Jeder sechste Bundesbürger unterstützt irrtümlicherweise die Aussage, dass ein erwerbsunfähiger Berufseinsteiger zumindest mit einer so genannten „Eckrente“ rechnen dürfe. Fast genauso viele Befragte sind davon überzeugt, dass einem erwerbsunfähigen Berufsteinsteiger im Fall der Fälle nicht weniger als 60 Prozent des Nettoeinkommens zustünden, das er normalerweise seiner Ausbildung entsprechend erzielt hätte. Bei den unter 30-Jährigen unterliegt sogar fast jeder Fünfte diesem Irrtum. „Tatsache ist jedoch: Berufseinsteiger erhalten – nichts“, kommentiert das IMWF.

Zwei Drittel der Deutschen seien sich nicht darüber im Klaren, dass junge Menschen vor dem finanziellen Nichts stehen, wenn sie als Berufseinsteiger erwerbsunfähig werden und nicht privat vorgesorgt haben. Die monatliche Höhe der Erwerbsminderungsrente liegt derzeit – nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung – bei durchschnittlich 695 Euro, teilen die Studienmacher mit. (lk)

BU-Studie Hannoversche in Umfrage: Junge Menschen verkennen Berufsunfähigkeit

Tabelle: IMWF, Hannoversche (zum Vergrößern anklicken)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Leider bestätigt der Bericht unsere praktische Erfahrung, dass immer noch zu wenige junge Menschen sich über die Risiken einer Berufsunfähigkeitt bewusst sind. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Interessentenanfragen liegt über 40 Jahre. Häufig gesundheitlich bereits vorbelastet und damit ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft nur noch eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen. Eine staatliche Aufklärungskampagne bereits in den Schulen könnte helfen.

    Kommentar von André Perko FINANCEDOOR GmbH — 16. November 2012 @ 09:54

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Arbeiten im Alter: Wenn die Rente (nicht) reicht

In Deutschland ist weit mehr als ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente erwerbstätig: Besondern Frauen sind betroffen. Rund  31 Prozent gehen einer regelmäßigen bezahlten Beschäftigung nach. Bei den Männern 28 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Alpin-Skigebiete: Wo Immobilien am gefragtesten sind

Noch zeigt sich das Wetter in Deutschland sommerlich warm, aber die nächste Wintersaison steht vor der Tür. Der Immobilienberater Knight Frank hat die Veränderungen bei den Immobilienpreisen in den französischen und Schweizer Alpin-Skigebieten untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Dollar hat Leidensweg noch vor sich

Die Eurozone könnte die US-Wirtschaft überholen. Die US-Wirtschaft schwächt sich ab, während sich die Eurozone stabilisiert. Darauf werden auch die Zentralbanken reagieren und somit die Renditen von Staatsanleihen und die Wechselkurse beeinflussen.

mehr ...

Berater

Leadmanagement: Sales und Marketing müssen kooperieren

Kunden nehmen ein Unternehmen immer als Einheit wahr. Abteilungsgrenzen interessieren ihn nicht. Deshalb muss die interne Zusammenarbeit Hand in Hand funktionieren. Isoliert agierende “Silos“ kann man dabei nicht brauchen.

Gastbeitrag von Anne M. Schüller, Businesscoach

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Einfach oder qualifiziert? Bei Rot ist Schluss mit lustig

Ob bewusst oder aus Versehen, ob im Auto oder auf dem  Fahrrad. Wer glaubt,  bei „Kirschgrün“ könne man mal eben schnell noch drüber hüpfen, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Und es drohen saftige Strafen – von Bußgeld über Punkte in Flensburg bis hin zur Haftstrafe.

 

mehr ...