Unisex-Tarife: Deutsche sind unzureichend informiert

Dass Rentenversicherungen in der Tendenz für Männer teurer werden wissen der Studie zufolge nur 38 Prozent der Bevölkerung. Auch bei privaten Krankenversicherungen steigt der Beitrag in der Regel für Männer. Dies meinen aber lediglich 41 Prozent der Bürger. Nur 32 Prozent ist demnach bekannt, dass Risikolebensversicherungen für Frauen teurer werden. Lediglich 39 Prozent sei bewusst, dass sich auch die Kfz-Versicherung für Frauen ab dem Stichtag verteuere.

„Unisex-Tarife sind versicherungstechnisch nicht sinnvoll, wurden uns aber vom Gesetzgeber vorgegeben. Umso wichtiger ist bei diesem Thema aber eine kompetente Beratung. Sonst besteht die Gefahr, dass Verbraucher viel Geld verlieren“, so Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender der Continentale.

Diese Beratung wünscht sich laut der Umfrage die Mehrheit der Bevölkerung durch einen Versicherungsvertreter. 55 Prozent der Bundesbürger bevorzugen demnach zum Thema „Unisex“ eine persönliche Beratung durch einen Vertreter. Nur 22 Prozent möchten eigenständig Informationen einholen. 21 Prozent wollen gar keine Beratung.

Die Befragung erfolgte im Rahmen der Continentale-Studie, die seit dem Jahr 2000 jährlich durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS-Infratest wurden bundesweit repräsentativ 1.285 Personen im Alter ab 25 Jahren befragt. (jb)

Foto: Shutterstock

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