„Bürgerversicherung wird nicht kommen“

Der jetzt von der Bundesregierung geplante Notlagentarif hat nur Vorteile – sowohl für die betroffenen Versicherten als auch für die Versichertengemeinschaft: Säumige Beitragszahler haben am Ende wesentlich weniger Beitragsschulden, und die anderen Versicherten werden nicht durch höhere Ausfälle mitbelastet.

Bei einer Umstellung der Nichtzahler in den Basistarif würden rund 7.000 Euro neue Schulden pro Jahr auflaufen, was die spätere Rückkehr in geordnete finanzielle Verhältnisse noch mehr erschweren würde. Der Notlagentarif mit rund 100 Euro im Monat ist da für die Betroffenen weitaus günstiger. Die Leistungen bleiben unverändert gegenüber der jetzigen Situation. Sie haben denselben Umfang wie bei Nichtzahlern in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Um dem Vorwurf der Rosinenpickerei entgegenzutreten, verzichten erste Anbieter künftig darauf, bestimmten Angestellten eine PKV-Aufnahme zu verweigern – darunter auch die Signal Iduna. Glauben Sie, dass es weitere Nachahmer geben wird?

Ich kann nicht für andere Unternehmen sprechen. Wir sind der Überzeugung, dass die Öffnungsaktion für den damit erweiterten Interessentenkreis ein wichtiger Schritt ist, um mehr private Eigenvorsorge zu betreiben und gleichzeitig die Vorteile einer privaten Krankenversicherung zu haben.

Interview: Lorenz Klein

Foto: Signal-Iduna-Gruppe

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