Swiss Life erzielt Hälfte des Neugeschäfts mit Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2012 konnte die deutsche Niederlassung des Schweizer Versicherers Swiss Life im Bereich Betriebsrente deutlich zulegen. Zudem hat sich der Anteil der Firmenkunden am Neugeschäft deutlich erhöht.

Dr. Thilo Finck, Swiss Life

„Die betriebliche Altersvorsorge hat sich zum immer wichtigeren Standbein von Swiss Life entwickelt. Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr profitierten wir von unserer starken Kompetenz bei Vorsorgelösungen für Unternehmen“, bilanziert Dr. Tilo Finck, der seit Anfang dieses Jahres Hauptbevollmächtigter von Swiss Life, Niederlassung für Deutschland, ist.

Der Anteil der Firmenkunden an den laufenden Beiträgen im Neugeschäft habe sich auf 50 Prozent, nach 41 Prozent im Jahr 2011 erhöht. Daneben habe auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wesentlich zum Neugeschäft beigetragen, das vor allem im zweiten Halbjahr deutlich an Fahrt gewonnen hat.

bAV lässt laufendenes Prämienvolumen steigen

Die deutsche Niederlassung von Swiss Life konnte 2012 ihre Einnahmen im Geschäft mit laufenden Prämien steigern. Daran hatte das erfolgreiche Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) großen Anteil. Das Unternehmen verwaltete Lebensversicherungen mit einer Versicherungssumme von insgesamt 80,5 Milliarden Euro. Die Eigenmittelausstattung lag wie in der Vergangenheit weit über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen, so die deutsche Dependance in München.

Bruttobeitragsvolumen stagniert, Kapitalerträge legen zu

Danach erzielte das Unternehmen 2012 gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 1.284,8 Millionen Euro, was annähernd dem Vorjahresniveau von 1.293,9 Millionen Euro entspricht. Die Neugeschäftsbeiträge lagen mit 345,4 Millionen Euro um 8,1 Prozent unter dem Wert aus 2011 (375,6 Millionen Euro).

Die deutsche Swiss Life-Niederlassung verwaltete 2012 nach eigenen Angaben Kapitalanlagen im Wert von 14 Milliarden Euro, ein Plus um 4,4 Prozent gegenüber 2011. Die Kapitalerträge legten um zwölf Prozent auf 774 Millionen Euro zu. Die Solvenzquote habe 137,6 Prozent betragen. Damit sei die Eigenmittelausstattung von Swiss Life um 208,3 Millionen Euro über den gesetzlichen Vorgaben angesiedelt.

BU, Pflege und Garantiekonzepte stehen 2013 im Fokus

Für 2013 erwartet Finck eine leicht über dem Markt liegende Entwicklung der Beitragseinnahmen. Dazu beitragen sollen insbesondere die BU, die Pflegerente sowie Produkte mit „modernen Garantiekonzepten“. Zusätzlich sei geplant, das Geschäft in der betrieblichen Altersversorgung weiter zu verstärken.

Profitieren will Swiss Life auch von einer engeren Verzahnung mit den konzerneigenen Endkundenvertrieben. Das Ende letzten Jahres gestartete Unternehmensprogramm „Swiss Life 2015“ vereine beide Standbeine zu einem Finanzberatungs- und Versicherungsunternehmen. So will Swiss Life die Marktbearbeitung optimieren und verstärkt Synergien nutzen. (fm/lk)

Foto: Swiss Life

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